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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 257

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
Date
1836-01-01
Page
Seite 257 (sequence 3)
Language
German
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IV. Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds. 257 über das Sabbatjahr ist keineswegs so erschöpfend, daß der Talmud Nichts hinzuzufügen gehabt hätte; es ist vielmehr ihm allein ein ganzer Traktat gewidmet, dessen Verfügungen und Erläuterungen demnach nicht traditior nell im Sinne des Talmuds sein könnten, indem doch angenommen wird, daß Alles, was Gott Moses über das Sübbatjahr gesagt hatte, im Pentateuche selbst steht, woraus denn auch folgt, daß man von keiner Satzung des Talmuds mit Bestimmtheit behaupten kann, daß sie für traditionell ausgegeben werde, es sei denn, daß der Talmud es ausdrücklich sage, was wirklich oft bisweilen geschieht. 2) Exod. 34, 27 heißt es: Der Herr sprach zu Moses: Schreibe dir diese Worte auf, denn auf den Inhalt (in der wörtlichen Uebersetzung: auf den Mund) dieser Worte, schließe ich einen Bund mit Dir und mit Israel. Der Talmud sagt hierüber (Gittin 60 b): Gott hat mit den Israeliten nur auf die mündliche Lehre einen Bund geschlossen, denn es heißt „auf den Mund dieser Worte". Es läßt sich wohl auch hier nicht denken , daß der Talmud diese Interpretation ernstlich für einen Beweis gebe. Dieser von R. Jochanan vorgetragene Beweis hangt übrigens mit der von demselben geäußerten Meinung zusammen, die er gleichfalls aus dieser. Stelle beweisen will, daß Gott die meisten Vorschriften den Israeliten mündlich ertheilt habe, was auch der Fall sein müßte, wenn man die Bestimmungen des Talmuds für traditionell erklären wollte; R. Elasar hingegen meint, das Meiste sei schriftlich und das Wenigste mündlich mitgetheilt worden. Außerdem findet sich (Nedarim 32 s) noch eine dritte 17 '

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