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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 256

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
Date
1836-01-01
Page
Seite 256 (sequence 2)
Language
German
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256 IV. Beiträge zur Beurteilung des Talmuds. bleiben, notwendig die Wahrheit dieser Thatsache anerkennen müsse; da aber der Talmud seine Behauptung durch den Text des Pentateuchs zu unterstützen sucht, so haben wir vor Allem seine Beweisgründe zu prüfen, ein Unternehmen, zu welchem sich auch der strengste Anhänger des Talmuds berechtigt fühlen wird, indem der Talmud hier, sowie überhaupt in den meisten Dingen^ keinen blinden Glauben verlangt, sondern die Zustimmung durch Beweise zu erhalten strebt. 1) Der Abschnitt, welcher die Verordnungen über das Sabbathjahr enthalt (Levit. 25) beginnt mit den Worten: Der Herr redete zu Moses am Berge SiNai, wie folgt. Der Talmud fragt hierauf im Lhorath cohanim, warum es gerade hier heiße am Berge Sinai, da doch alle mosaischen Vorschriften am. Berge Sinai offenbart worden seien. Er schließt daraus, daß die Worte am Berge Sinai andeuten sollen, daß, sowie die Vorschrift über das Sabbathjahr mit allen ihren allgemeinen Verfügungen und besondern Bestimmungen am Berge Sinai offenbart wurde, indem dieselbe im Pentateuche mit großer Ausführlichkeit vorgetragen wird, so seien auch alle übrigen Gesetze mit allen ihren allgemeinen Verfügungen und besondern Bestimmungen am Berge Sinai offenbart worden, wenn auch der Text oft nur sehr Weniges über sie enthalt. — Man möchte diese Stelle für eine der zahlreichen agadischen Erklärungen des Talmuds halten, wo es weder mit der Thesis noch mit der Beweisführung sehr ernst gemeint ist. Wenn man aber auch den Beweis gelten lassen wollte, so würde doch für die Authenticität der talmudischen Interpretationen Nichts daraus folgen; denn der Abschnitt im Pentateuche

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