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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 253

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
Gottesdienstliche Einrichtung des Maimonides
Date
1836-01-01
Page
Seite 253 (sequence 8)
Language
German
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III. Gottesdienst!. Einrichtung des Maim. 253 wird, bemerkt er u. A.: Manche meinen, es sei gar nicht zu sprechen, damit man die Gelöbnisse nicht leicht- Deine Lehre aufheben; hier aber wird ja gerade durch eine solche Einrichtung eine Entweihung des göttlichen Namenverhindert, indem man ja glaubt, das Gebet werde bei unleichtfertig und verächtlich behandelt, und ferner das ganze Volk bei seiner Unachtsamkeit gar nicht seine Pflicht erfüllt. Jedoch an den Wochentagen, wenn die Gebetversammlung klein ist, lassen wir es bei der alten Anordnung, leise und laut zu beten. Uuterz. Moses. — (Unser Vfr. bemerkt die seine, aber redliche, Pastoralklngheit des Maim. nicht, der freilich den Streit zu vermeiden, aber dennoch dasNoththuende eiuzurichten suchte, auch so leise wie möglich auftrat, um keine Neaction zu bewirken, und natürlich strenge im Gebiete seiner Amtswirkfamkeit blieb und es den Andern überließ, in ihren Kreisen ihm nachzuahmen.) Auf solche Weise nun tritt er lNadbas) der ferneren Gültigkeit der in jeder Beziehung heilsamen Einrichtung entgegen und bittet, auch die arabische Gemeinde auf ruhigem Wege wieder der Verfügung der Gemära zuzuführen. — Die oben angeführte Stelle aus dem Buche des Abraham, Sohnes d. Maim., findet sich vollkommen so, in einer unbedeutend abweichenden Übersetzung, bei Masud Cchai Nokeach in Th. L (Ven, 1742) ans einem Mspte., wo jedoch noch ein weiterer Zusatz des Inhaltes steht, daß Manche besonders wohl daran zu thmr glauben, wenn sie sich beeilen, ihr leises Gebet zu beendigen, ehe der Vorbeter an den Priestersegen kommt, damit sie den Segen der Priester (es war nämlich damals Sitte, daß die Priester täglich den Segen sprachen) mit Amen begleiten könnten, was sie im Gebete — aber fälschlich — als Unterbrechung betrachten. Andere sogar ihr Gebet beschleunigen, um schon zur Zeit, wenn der Vorbeter Modim sagt, fertig zu sein, damit sie die rabbinische Formel sprechen können, aber eben so irrig, weil das Sprechen derselben nur dann Pflicht ist, wenn man wirklich nicht betet, aber da- Sprechen mit dem Vorbeter weit vorzuziehen ist. — So hat die Mikrologie in alter, wie in neuer Zeit leider die Ordnung und die äußere Würde-die Stützen aller Andacht —

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