Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Gottesdienstliche Einrichtung des Maimonides
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 250 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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250 Gottesdienst!. Einrichtung des Maim. von Maim. herrührende Einrichtung hat uns derselbe David ebn Abi-Simm (in den ang. Gutachten Nr. 33) auch vom Borbeter leise — angeblich weil derselbe in diesen seine eigenen Bedürfnisse vorträgt —; Dies ist aber weder dem Talmud noch der Einrichtung des Maim. gemäß und vollkommen irrig, da ja der Unkundige dabei ganz teer ausgeht." Das 94. Gutachten daselbst lautet so: Du fragst mich, m. Fr., über das Ereigniß im Jahre 4559, da nämlich die spanischportugiesische Gemeinde Streit erregt gegen die arabische wegen der läuten Wiederholung des Gebetes durch den Vorbeter, indem die Araber in Mrzr den Gebrauch haben, daß der Vorbeter blos ein Mal, und zwar laut betet, Dies aber gegen Talmud, Casuisten und Kabbalisten sei. Dieser Gebrauch wäre auch in dem ganzen Reiche, Jerusalem, Gaza, Saphet, Damask u° Haleb; da nun alle diese Gemeinden ihn verlassen und sich wieder der talm. Vorschrift zuwandten, so sollten auch sie es Lhun und zwei Male beten lassen, nämlich leise und laut. Die Araber aber sagen, es ssei Dies eine Einrichtung des Maim, der in einem arab. Gutachten sich folgendermaßen geäußert: In unseren Zeiten ist es billig, daß man nicht zuerst leise, dann laut bete, weil, wenn der Vorbeter nun laut zu wie- ' derholeu beginnt. Diejenigen, welche dürch ihr leises Gebet - schon ihrer Pflicht entledigt sind , sich umwenden, mit einan- ' der zu schwatzen, selbst Gleichgültiges, so von Osten ihr Gesicht wegwenden, sich räuspern, und wenn Dies der Unkundige sieht, so ahmt er es ohne Zweifel nach und glaubt nicht Acht haben zu müssen auf den Vorbeter, und geht dann aus dem Versammlungshause, ohne seine Gevetpflicht erfüllt zn haben, ' so daß der ganze Zweck, weßhalb die Wiederholung des Gebetes durch den Vorbeter angeordnet wurde, gar nicht erreicht wurde. Wenn aber die ganze Gemeinde gar nicht voraus leise betet, sondern Alle dem Vorbeter nachbeten, so werden die Kundigen leise beten, die Unkundigen zuhören. Alle sich zugleich mit dem Vorbeter bücken. Alle nach dem heiligen Schranke gerichtet sein, Alle ihre Pflicht erfüllen, die Sache wird ihren geregelten Gang gehn, die Last der Länge vermieden, die Entweihung des göttlichen Namens entfernt werden, indem es ja unter den Nichljuden allgemein bekannt ist, daß die Juden