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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 249

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
Gottesdienstliche Einrichtung des Maimonides
Date
1836-01-01
Page
Seite 249 (sequence 4)
Language
German
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III. Gottesdienst!. Einrichtung des Malmi 249 falls sich dafür aussprach, daß die Anordnung nunmehr außer Kraft treten solle. Seitdem mag wohl nirgends mehr eine Spur von dieser Einrichtung anzutreffen sein * *). — Eine andere beachtenswerthe, offenbar gleichfalls achten, Livorno 1652. Die später» Ausgaben, nämlich zwei zu Venedig 1719 gedruckte Theile seiner Gutachten und ein dritter zu Fürth 1789, kürzen seinen Namen in David ben Seimra ab, woher das Compendium (Radbas> *) Da die Schriften, in welchen dieser Einrichtung Erwähnung geschieht,"nicht sehr verbreitet sind, so ist es wohl zweckmäßig, die Stellen hier vollständig in Übersetzung zu geben. Zn den Gutachten des David ebn Abi-Simra (Livorno 16ü2)Nr. H findet sich eine Frage: Worauf gründet sich der Gebrauch in der ganzen Gegend, nicht leise zuvor das Gebet zu verrichten, sondern zugleich mit dem Eorbeter zusammen zu beten, während eS nach dem Talmud Pflicht scheint, zuvor leise zu beten? Antwort. Schon Maimonides wurdehierüber befragt, (d. h. warum er diese Einrichtung getroffen. Vgl. die andern Stellen) und erwiderte Ln arabischer Sprache, obgleich es so nach dem Talmud sein zu müssen scheine, so sei eS doch sür Diejenigen, die unter Mohammedanern wohnen, die sehr darauf sehen, nicht zu unterbrechen, zu spucken, zu sprechen Ln ihrem Gebete, zweckmäßig, daß Kundige und Unkundige (an deren Stelle es nämlich der Vorbeter spricht) zusammen blos ein Gebet sprechen. Sonst trifft eS sich, daß Diejenigen, welche leise gebetet und dadurch ihre Pflicht erfüllt haben, sprechen und unterbrechen und spucken, während der Vorbeter wiederholt, woraus wir in Übeln Nuf kommen bei Allen, die Dies sehen und natürlich nicht zu unterscheiden wissen zwischen Denen, die schon ihre Pflicht erfüllt haben und Denen, dieeS noch nicht gethan. Dies ist der kurze Sinn einer ausführlichen Auseinandersetzung des Maim Ein andrer Grund ist ferner der, daß der Unkundige, sobald er sieht, daß Der, welcher schon gebetet, nun spricht, auch unachtsam sein wird und seine Pflicht verletzt. An einigen Plätzen habe ich gesehen, daß blos die drei ersten und drei letzten Sprüche von dem Vorbeter laut gesprochen werden und die Mittlern

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