Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Gottesdienstliche Einrichtung des Maimonides
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 248 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aleppo 1× ep/1047811
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248 III. Gottesdienstliche Einrichtung des Maim. daß, — um erstens zu verhüten, daß die Unkundigen, welche, die Unaufmerksamkeit der Kundigen bemerkend, gleichfalls auf den Vorbeter nicht achteten, sich Pflichtversäumniß zuziehen, um zweitens die lästigeLänge des Gebetes und drittens endlich die Entweihung des göttlichen Namens zu entfernen, die dadurch entstehen würde, daß die Nichtjuden sehen, wie die Juden während ihres Gebetes sich unruhig benehmen, — von nun an die ganze Gemeinde zugleich mit dem Vorbeter leise nachbete, bei der Keduschah gleichfalls die ganze Gemeinde mit dem Vorbcter die für diesen bestimmten Worte mitbete und so das Gebet in vollständigem Zusammenklange bleibe, während der Unkundige aufmerksam zuhört. — Dieser Gebrauch verbreitete sich nun über einen großen Kreis, und außer Mizr, seinem Wohnorte, auch in Jerusalem, Gaza, Saphet, Damask, Haleb u. s. w. Jedoch schon nach seinem Tode scheint sich an manchen Orten Widerspruch dagegen geltend gemacht zu haben, den sein Sohn Abraham bekämpfte. In den andern Orten jedoch, außer Mizr, wurde derselbe später abgeschafft, wahrscheinlich durch den auf den Talmud gestützten Kampf neuer Ankömmlinge aus Gegenden, welche die alte Gewohnheit beibehalten hatten; nur in Mizr hatte er sich bis zum I. 1559 erhalten. In diesem Jahre aber drang die spanischportugiesische Gemeinde daselbst, die aus Flüchtlingen bestand, die diesen Gebrauch nicht kannten, darauf, daß auch die alte eingeborne arabische Gemeinde denselben aufgeben solle, und als diese sich auf ihren großen Ordner berief, kam die Frage vor den gelehrten David (ben Salomo) ebnAbi-Simra*), der gleich- ') So lautet sein voller Name in den zuerst gedruckte» 300 Gut-