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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 247

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
Gottesdienstliche Einrichtung des Maimonides
Date
1836-01-01
Page
Seite 247 (sequence 2)
Language
German
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2 § III. Gottesdienstliche Einrichtung des Maim. 247 tragen wurden. Dieses ist nun auch die noch jetzt übliche! Einrichtung. —> Wir sehn hier davon ab, ob dieselbe wirklich schon so alt ist, wie es gewöhnlich angenommen wird, da die dafür angeführte Mischnah (Rosch Haschanah IV, 9) von einem ganz andern Falle zu sprechen und aus den Worten der Lbosephtha (das.) hervorzugehn scheint, daß Gamaliel das leise Gebet der Gemeinde gar nicht verlange. Wir begnügen uns anzugeben, daß die Gemara (34 b> und 35 a) sich dafür entscheidet, indem sie einem jeden Kündigen die Pflicht auferlegt, selbst leise das Gebet zu verrichten, und die laute Wiederholung Lurch den Vocbeter der Unkundigen wegen bestimmt. — Dieser - Schluß nun ist in die Codices übergegangen, und auch Maimonides hat ihn in den seinigm (Gebet u. s. w. ss Vlll, 9. 10. IX, 2» 3. 4) ausgenommen; ebenso spricht ^. er sich in seinen Gutachten (Nr. 61) aus. Ja sogar wenn alle beim Gebete Anwesende Kundige sind, so daß das Wiederholen des Vorbetens ganz unnütz wird, verwirft er das. (Nr. 148) den Vorschlag, das laute Wiederholen des Vorbeters ganz Zu unterlassen, weil es hier, wie bei andern Dingen, eine einmal, aus gewissen Umständen, die nicht immer vorhanden zu sein brauchen, allgemein getroffene Verfügung sei» : Was er hier als gesetzliche Einrichtung bekräftigt, glaubte er jedoch, aus andern Rücksichten, in der Praxis umgestalten zu dürfen» Es zeigte sich nämlich, daß in Mizr und den andern ihm untergebenen Gemeinden während der lauten Wiederholung des Gebetes Unruhe entstand , indem man, in der Ueberzeugung, seine Pflicht schon durch das leise Gebet erfüllt zu haben, schwatzte, stch räusperte, umwandte u. dgl. Daher verfügte er, 8 S

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