Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Gottesdienstliche Einrichtung des Maimonides
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 246 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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m. Gottesdienstliche Einrichtung des Maimonides. Es ist schon in einer früheren Arbeit '^) auf die allrnälkge Entstehung unserer heutigen Gebeteordnung und namentlich auf die frühere größere Bedeutsamkeit des vor den Schrank Tretenden (P12MN '22^7 121Z)) oder Abgesandten (Stellvertreters) der Gemeinde (1128 , des Vorbeters nämlich, der allein die Gebete verrichtete, hingewiesen worden« Dieses von dem Vorbeter gesprochene Gebet, dem die Gemeinde an dem Schluffe der einzelnen Sprüche ihr Amen beifügte, genügte für Alle — sowie ja auch bei Gelöbnissen, Schwüren und Eiden ein Amen auf die von einem Andern ausgesprochne verbindende Formel verbindliche Kraft hat. Erst allmälig sprach auch ein jeder Einzelne in der Gemeinde das Gebet für sich; da jedoch die Einrichtung des Vorbetens älter war, so blieb auch sie in der Art, daß der Vorbeter nach Beendigung des leisen Gebetes Aller, das auch er mitsprach, dasselbe nochmals wiederholte. Es versteht sich, daß Düs nur von demjenigen Theile des Gebetes galt, der in jener alten Zeit, ehe das Privatbeten in Aufnahme kam, schon als solches betrachtet wurde, nämlich von den s. g. achtzehn Segensprüchen, während die erst später hinzugekommenen Gebetstücke niemals von dem Vorbeter, als solchem, gesprochen, auch nicht ihm zur Wiederholung über- *) B, I. S. S90 ff.