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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 231

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
Über die Abschaffung bestehender Gebräuche
Date
1836-01-01
Page
Seite 231 (sequence 6)
Language
German
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! bestehender Gebräuche. 231 Baischan versagte Aufhebung, austehnen. — Moses Ist serles (GA. 21) bemerkt, daß deshalb der Baischaniden Gebrauch nicht aufzuheben stand, weil er der Umzäunung, wegen eingeführt war und zu keiner Gesetzesverletzung anderweit führte. Dies würde aber der maimonidischen Bestim- ' i mung noch nicht entsprechen, nach welcher, ohne Rücksicht auf Umzäunungsursache oder entstehende Gesetzesverletzung, ein nicht allgemeiner Gebrauch abgeschafft werden darf, und i würde, ohne unsere Unterscheidung, auch die oben angeführte Aufhebung des Oelverbots, das doch auch U war und keine Besorgniß zur Gesetzübertretung gab,! dem geradezu widersprechen, was Jsserles hinsichtlich der Baischaniden bestimmet. Eine andere' wichtige Folgerung läßt sich bei unserer 1. Bestimmung daraus ziehen, daß bemerkt ist, --wenn man die Einrichtung lange in ganz Israel verbreitet geglaubt rc." Es ließe sich schon äußerlich hieraus schließen, daß wenn Dies nicht der Fall, sondern es von Anfang an bekannt gewesen ist, daß sie sich nicht verbreitet habe, um eine Stufe mehr die Aufhebung zu begünstigen, also dieselbe auch ohne eine Religivnsbehörde gestattbar sei. Und es läßt sich in der z That dieser Schluß aus den, unserer Bestimmung vort angeschickten, Worten des Maimomdes vollkommen begründen, da er nämlich bemerkt: "wenn nach der Beschlußnahme der Religionsbehörde das Volk Anstand nahm, dieselbe einzugehen, und solche sich nicht in der Mehrheit der Synagoge verbreitet hat, so ist sie nichtig und un- , verbindlich." Folglich ist für einen, von Vorn herein als nicht allgemein verbreitet constatirten Gebrauch die Abschaffung durch die geistliche Behörde nicht einmal rröthig.

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