Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Wiesbaden
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 205 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2929020-2929026-2929028-2929867--0943-2930121- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
205 N ach richte n. 19, 8, wo es mit eine gleiche Bewandtniß habe. Dieses ist aber offenbar — womit die Accente übereinstimmen nicht Prät., sondern Jmperat., gleich und mit diesem zu verbinden, indem die Abwechslung von Einheit — wo es sich auf den Mann allein — und Mehrheit — wo es sich auf diesen nebst dein Kebsweibe und dem Diener bezieht — in diesem Stücke nicht auffallen kann, vgl. V. 5 u. 9 Eine reichere Ausbeute giebt jedoch derjenige Theil, welcher die Bcurtheilung des allgemeinen theologischen Standpunktes in der Kirche und ihres inuern geistig-wissenschaftlichen Lehens uns bietet. Hier können wir nicht genug auszeiämen die, sowohl hinsichtlich des Inhaltes als der Form höchst vortrefflichen, theologischen Aphorismen des Hn.V. Ullmann (Prof, in Halle). Wenn sich vielleicht in manchen Aussätzen unserer Zeitschrift ein Ringen und ein Sehnen kund gab, das aus der Ueberzrugung entsprang, daß das Alke, nach der Form, die es angenommen, sich nicht halten könne und ein Neues aus diesem heraus sich gestalten müsse; wenn sich der Schmerz aussprach bei dem Vergleiche zwischen der Vergangenheit und Gegenwart, wo es sich zeigte, daß diese jener an innerer Einheit weit nachsteht; wenn die Ansprüche an den jetzt wirksam auftretenden Mann gemacht wurden, daß er den Kampf in sich durchgerungen habe: so findet sich dies Alles hier mit überraschender Uebereinstimmung, aber — wir wollen es nicht leugnen — verklärt durch die hohe Weihe der Wissenschaft und die Ruhe des reifem Alters, in gleichem Geiste ausgesprochen. Wir können uns nicht enthalten, hier folgende Stellen auszuziehen. »Die Aufgabe einer Generation kann nie blos darin bestehen, die Gedanken und Ueberzeugungen einer andern zu reproduciren, so wenig man von dem einen Individuum verlangen kann, ein anderes zu sein; und wenn auch Altes wiederkehrt, so muß es immer in einer neuen, mit frischem Leben erfüllten Gestalt auftreten, soll es anders eine wirkliche Bedeutung haben.... Diese Anforderung, welche auch an die gegenwärtige theologische Generation ergeht, würde unerfüllt bleiben, die Generation würde sich ihrer Stellung in der Entwickelung des Gart-