Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Wiesbaden
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 204 (sequence 6)
- Language
- German
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204 N a ch r acht e n. nicht zu einer weitern Motivirung mancher abweichenden Ansicht. Beispielsweise möge blos für jene angeführt werden, daß wir in '1i"I (Jes. 1, 4) durchaus keine absichtliche — denn hierauf kommt es an — Paronomaste finden und daher Hitzig vollkommen beistimmen, wenn er , dieselbe ignorirt und weder mit Gesenius: Schande dem sündigen Lande, übersetzt hat, noch Umbreit ist seiner aus andern Gründen verworfenen Nachahmung: Hohn der sündigen Nation, oder in seiner anfgenommenen, etwas pretiösen: Leiden dem sündigen Heiden, beitreten wird. Für diese diene 7, 4, wo wir bei das nur dies eine Mal den Ton auf ultima hat, die Erklärung der Rabbinen annehmen, die es als äe». von Hefe, und gleichbedeutend mit ruhig in seiner vorigen Lage bleiben (Jer. 48, 11. Zeph. 1 12), nehmen. — Unbedeutend find einige Bemerkungen, Röther's zu den Psalmen, wo merkwürdiger Weise zu Ps. 11, 1 ein gänzliches Mißvcrständniß der Worte des Wettc's sich findet. Um das Exegetische zusammenzufassen, nehmen wir zugleich aus der sehr gelungenen "Uebersicht der theol. Litt, in der Schweiz vom Ende des Jahres 1830 bis um die Mitte des I. 1835, von Hagenbach und Hirzel", die in diesem Hefte begonnen wird, auch das dort vorkommende Exegetische mit auf. Außer den Arbeiten Hitzig's über Jes. und die Psalmen, die hier kurz berührt werden, wird noch eine, wie cs scheint, nicht unwürdige Leistung genannt und etwas ausführlicher besprochen, nämlich: Das Buch der Richter, gramin. und bist, erklärt von Gdttlieb Ludwig Studer... (Bern, Chur und Leipzig b. Dalp. 1835. XXIII und 488 S. 4), welchem Werke Gründlichkeit, fleißige Sammlung und freisinnige Behandlung seines Stoffes nachgerühmt, während die darin herrschende Breite der Darstellung und die Kostbarkeit des Ausdruckes getadelt wird. Ein Versehn ist es, wenn die Referenten dem Verfasser bemerklich machen wollen, seine Behauptung, die Lesart C. 16, 18 (als ein Prat. nach Vorausgehn mehrcr Futura conversa) sei syntaktisch unmöglich — was wir rbrigens gleichfalls nicht zugeben —, werde widerlegt durch C.