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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 201

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Wiesbaden
Date
1836-01-01
Page
Seite 201 (sequence 3)
Language
German
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201 Na chr « ch t e n. eines Zusammenhanges also mit der Zeit im Allgemeinen, sowie mit einzelnen Leistungen innerhalb der Kirche durch Hindeutung ans Ansichten und Werke, darf wohl in einer Zeitschrift, die weder rein gelehrt sich dem Einzelnen gemächlich hingebcu, noch in den breiten Pfaden des alltäglichen Treibens cinhergehen will, nicht vermißt werden. Hatte sich demnach früher die vorzüglichste Tendenz der '-Nachrichten" auf das Erhalten des Zusammenhanges in der Synagoge beschränkt, so sollten sie nun auch den mit der großem geistigen Mitwelt erstreben, und sie konnten deßhalb nicht mehr blos Nachrichten „ans der Synagoge" bleiben- Wir können wohl nicht besser diese neu hinzugetretene Absicht — die sich übrigens schon in manchen frühem Notizen zeigen wird — veranschaulichen, als wentt wir die Aufmerksamkeit der Leser auf das, eben uns zugekommene, mit mancher schönen Gabe ausgestattete vierte Heft der »theologischen Studien und Kritiken" dieses Jahres lenken. Es bringt dasselbe manches Exegetische und Anderes von allgemein theologischem Interesse. — Hr v. Umbreit giebt den Schluß seiner Erklärung zu der Stelle Jesaias C. 9—1k, 10, sie, wie schon früher die Stelle 7, 14 ff. christlich-meffiam'sch deutend, jedoch nach der neuen Fassung dieser Deutungen. Wenn man nämlich früher den Propheten geradezu Jesus sehen und prophezeien ließ, so hat die neuere Eregese diese Ansicht entfernt, aber bei Denjenigen, die nun einmal eine christlich rechtgläubige Schrifterklärnng fcsthalten zu müssen vermeinten, eine andere an deren Stelle gesetzt. Man denkt sich nämlich, daß der Prophet allerdings zunächst jüdische Zustände bei seinen Weissagungen vor Augen gehabt und die Verherrlichung eines jüdischen Königs verkündet habe, daß aber dennoch im Hintergründe seiner gotterfüllten Phantasie das Ideal des geistigen Königes, der ein Gottesreich begründen wolle, in bestimmten Zügen gelebt habe, das nur in der Darstellung, nach den damaligen Verhältnissen und den allgemein. verbreiteten Ansichten der Zeit, modificirt und beschränkt erscheine; erfüllt sei demnach die Weissagung, ihrem vollen und wahren Gehalte

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