Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Baden
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 189 (sequence 7)
- Language
- German
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189 Nach r ich t e n. zwei kn der Residenz wohnhaften Schulmännern besteht) keine Mitglieder des israelitischen Oberraths hinzugezogen worden find. Dieses kann um so weniger äuffallen, als dieselbe rein eine Staatsbehörde ist Md keinen Einfluß auf die den Religionsunterricht betreffenden Angelegenheiten übet. Auch gehören ja zu der israelitischen Schulconferenz selbst schon zwei Mitglieder der christlichen Kirchensectionett. — Wie man also aus der bisherigen Mittheilung ersteht, besteht die Veränderung, welcher die Beaufsichtigung jüdischer Schulen unterworfen worden ist, in nichts Geringer»!, als daß die Rabbiner von derselben gänzlich ausgeschlossen sind. Sie haben weder de» Prüfungen anzuwohucn, noch auf andere Weise zu ittspicireN, und es wird überhaupt in der ganzen Verordnung ihrer gar nicht gedacht, vbschon düs Verhältnis der jüdischen SchNleN in allen Beziehungen bestimmt angegeben ist; nichl einmal in dem §. 38 werden sie erwähnt, wo es heißt: „dem Pfarrer liegt als solchem, er Mag zugleich SchNlinspector sein oder nicht, Noch die besondere Verbindlichkeit ob, in den Schulen seiner Pfarre wenigstens zweimal wöchentlich Religionsunterricht zN ertheilett w." Wie verschieden man Nuir auch über diese Maßregel urtheileN mag und kann; auch viele Derjenigen, welchen sie erfreulich war, werden hier blos einen jener im Lebe» nicht seltnen Fälle finden, wo män, aus Rücksicht auf obwaltende Verhältnisse, sich freuen muß, wenn die Grundsätze, zu denen man sich selbst bekennt, nicht in Anwendung gebracht werden. Gewiß ist, daß man sonst überall die wohlthätigste Wirkung von dem Einflüsse der jüdischen Geistlichen auf die Schulen erwartet, und es ist wahrlich ein trauriges Auskuttftsmittel, wenn eine Regierung, um das Gedeihen einer guten Sache zu befördern, sich veranläßt sehen muß, gerade denjenigen Männern allen Einfluß auf dieselbe zu entziehen, denen sie vor Allem arwertraut werden sollte und zu deren heiligstem Berufszweige sie gehört. Wir haben die traurige Erfahrung gemacht, daß unsre Rabbiner im Allgemeinen in der öffentlichen Meinung sehr gesunken find. Lhatsächlich zeigte sich Dieses schon jm Zähre 183s , wo der Abg.