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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 182

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Offenbach
Date
1836-01-01
Page
Seite 182 (sequence 4)
Language
German
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j82 N a ch r i ch t e n. Kräftiger hat der Geist der unbefangenen Erkenntniß und der reinen Frömmigkeit auf das Materielle des Gebetes gewirkt und aus ihm schon so Manches .entfernt, was den Verhältnissen und den religiösen Gemh!en der Gegenwart nicht mehr zusagt. Ein Vorstandsbeschluß vom 12 Juli 1832 erklärt mit angegebener, überzeugender Morirurung: "die zwischen Pesach mrd Sch'bnotb, sodann zwischen Schiba-Asar B'Thamus und Tbischa-B'Ab bisher in der Synagoge recitirt gewordenen Sulöth, Ahaboth und Ab Haraämnm in der Folge von den Gebeten Ln hiesiger Synagoge als gänzlich ausgeschlossen." Auch die Feier des Erinnernngstages au die Zerstörung Jerusalems hat, in diesem Jahre zum ersten Male, folgende Gestalt angenommen. An dem, diesem Tage vorhergehenden, Abende wurde die Synagoge genügend beleuchtet, an dem darauf folgenden Morgen fand der Frühgottesdienst wie gewöhnlich Statt, darauf trug der Vorsänger, in schwarzer Kleidung, vor dem schwarz vecorirten Altartische sitzend, die Kmoth vor, bis zu denjenigen, welche gewöhnlich von Privatpersonen recitirt werden; statt deren wurde eine auf die Feier dieses Tages sich beziehende, später in Druck erschienene Predigt gehalten, worauf dann drei Kmoth, von dem Vorsänger vorgetragen, die Gottesverehrrrng beendeten. Das Thora-Lesen bestehet noch in seiner unaeanderten Gestalt, nur daß die spielenden Melodien aus unserer Synagoge entfernt sind. Die mit dem Vorlesen verbundenen religiösen Handlungen (sogenannte werden hier nicht mehr verkauft. Den Propbetenabschnitt verliest für alle diejenigen Gemeindeglicder, welche nach der Bekanntmachung dieser Anordnung recipirt wurden und für diejenigen schon früher rccipirten, welche sie vorzulesen ein Mal abgeschlagen haben, der Vorsänger. Ter dritte Theil der Gottesverehrung, die Predigt, findet bei der vormittägigen Gottesverehrung eines jeden Sabbctths nnd eines jeden mosaischen Festtages zwischen dem Tborah-Lesen und dem Mnsaph-Gebete Statt, turen Schluß jedes Mal ein feststehendes Gebet in deutscher Sprache, für S. K.

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