Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Offenbach
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 3)
- Language
- German
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18t Nachrichte n. übrigen Confeffionen. Diesen, den Knaben und Mädchen von ihrem elften Jahre an ertheilten, nach zwei Elasten geschiedenen, Religionsunterricht beschließt, mit Ende des zweiten Unterrichts» jahres, die jährlich am zuzeiten Tage, des, Schebuothfestes Statt findende Confirmation-, Das religiöse Leben stelltsich, in seinem Erscheinen vorzüglich in der. öffentlichen Gottesyerehrung dar«. Das hier neu erbaute Gotteshaus,, in dessen. Mitte der s> g- Blmemor fehlt, erleichtert durch seine zweckmäßige Anordnung die Sammlung des Gemüthes und. ein wahrhaft gemeinschaftliches Gehet, sowie es auch die- HorrichtMaen fürdie Befriedigung, der neuen Bedürfnisse, Kanzel u.s. w.,enthalt.. Das Erscheinen in-austäudiger Kleidung und anständiges Benehmen von Seiten der Gemeindeglieder in der Synagoge gebietet die Synagogenordnung vom. 7, Aug. 1832, Art. 4 n. 5.. Die Gottesverehrung thcilt sich in Gebet,. Thoralesen und Predigt, lieber das, Formelle des Gebetes schreibtdie erwähnte Synagogenordnung Art- 7 vor: »Außer-dem, vyn dem Vorstande bestellten Vorsänger darf durchaus Niemand (ohne Einwilligung des, Vorstandes), vorbeten, und dieser hat sich beim Verbeten alles unangemessenen und zweckwidrigen. Smgens zu enthalten,", welcher Art. mit folgenden Worten des dieser Syuagtzgeiiyrdyung vorgedruckten, Eingangs, in Verbindung stehet., »Peßbalb wollte mau auchdahnt wirken, daß.Webt mehr,, wie bisher, die erhabensten und erbaulichsten Gebetevach uu-, passenden und, trivialen, Melodien, sondern in, ivürdevoller Declamation vorgetragen, und, diedazugeeigneten Stellen, durch einen, das, Gemüth erregenden und erhebenden, Choral» gesaug ausgezeichnet werden,". Wer noch, immer, sichet der denkend fromme Jsraxlitcder g än zli ch en Verwirklichung dieses, entworfenen Planes entgegen, Es sind, zwar aus, unserer Synagoge viele triviale Melodie«- verschwunden;, es wurden, auch an den jüngsten Festtagen, mehre Gebetevon einem zweistimmigen Chore vvrgetragen: dcunoch, ist immer, trotz diesem Anfänge, die Gottesverehrung noch weit von dem. Ziele ihrer Vollendung entfernt.