Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Karäische Litteratur [Rezension]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2929020-2929026-2929028-2929828--0787-2930040- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
124 . R e c e n s i o n e n. fruchtbaren Schriftsteller, zum Verfasser. Dieses handelt im ersten Cap. in sehr heftigem Tone über die Unterscheidung zwischen Kar. u. Rabb., giebt im zweiten die schon bekannte Fürsten- und Gelehrtentafel, ferner aber auch alle Gelehrten aller Wohnorte der Karäer aller Zeiten, und liefert im 3ten Cap. ein sehr nützliches alphabetisches Vcrzeichniß kar. Schriften. Nr. 3 u. 4 handeln über die Schlachtceremonien, und zwar ist das erstere ein von Joseph ben Mordechai aus Trok veranstalteter Auszug aus den darüber handelnden 25 Capiteln des Buches Addereth, und das letztere eine kurze Zusammenstellung von Israel dem Abendländer, der in Kahirah lebte ums I. 1300, in 10 Abschnitten. Diese beiden Schristchen lehren sehr gut die Entwickelung des Karäismus kennen, sowie wir oben Einzelnes aus ihnen benutzt haben. Bei einer Geschichte dieser Secte sind diese daher auch sehr'wohl zu gebrauchen, und die Verbreitung derselben durch den Druck ist ganz vorzüglich dankenswerth. Wie Hr. O. Jost berichtet (Allg. Gesch. d. isral. V. II, 220), ist auch jetzt das wichtige Buch Mibchar in Konstant, gedruckt; noch ein andres ebendaselbst schon vor langer Zeit gedrucktes Werk, über die verbotenen Verwandschaftsgrade handelnd, von Juda Puki UV) ist uns früher ebenfalls zu Gesicht gekommen, sowie überhaupt manches Einzelne gedruckt ist; die Bibliothek zu Leiden besitzt eine reiche Zahl kar. Handschriften. Cs wäre also ein höchst verdienstliches Werk, aus diesen Hülfsmitteln eine gründliche Geschichte der Karäer und besonders des Karäismus zu bearbeiten. Vielleicht auch möchten, wenn durch den neuern Aufschwung auch die Wissenschaft in jene fernen Gegenden