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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 116

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Karäische Litteratur [Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 116 (sequence 24)
Language
German
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116 R e c e tt s i ö tt e n. bindung stehende Handlung, die ja blos Bezug auf daö Vieh haben kann, ungültig. Der Schlachtende muß, nach den Aelteren (Nr. 4, Cap. 1 u. Cap. 9; vgl. die Streitschrift des Elias ben Varuch Jeruschalmi über diesen Gegenstand) glauben, daß das Vieh eine Belohnung ("W!"» erhalte für den Schmerz, dm es bei dem Schlachten erleiden muß *), nach den Später» aber (vgl. die Anm. zu Nr. 4 n. a> O; die angef. Streitschrift; Jephet ben Ali Hallevi, Aaron ben Joseph und Aron ben Elias beim Anhänge zu Nr. 3 (Cap. 13) 5), womit Elias im Addereth, aus dem der Auszug, übereinstimmt) darf er Dies nicht glauben. Und so kömmt es nun, daß wenn man das Glaubenssystem der Karäer überblickt, man die Frische, die man bei ihnen vermuthet, ganz vermißt, hingegen Halbheit, zaghaften Freisinn und starre Orthodoxie antrifft; daher eine verhältnißmäßig sehr bedeutend große Zahl von Schriften über das Ceremom'ale, über Schlachten, das bei ihnen einen sehr hohen Rang einnimmt; minutiöse Disputationen, die unter ihnen selbst Spaltungen hervorbrachten, z. B. ob man vor dem Eingänge des Sabbath Licht anzünden (Nr. 1, Cap. 11), am Sabbathe fasten dürfe, über die Erlaubniß, die Synagoge am Laubhüttenfeste zu beleuchten, über die Ordnung der Schaufäden an den vier Enden des Kleides u. dgl. (vgl. das Mit dieser Ansicht von der Vergeltungsfähigkeit des Viehes scheint auch die Behauptung in Verbindung zu stehn, die Mairn. (F. d. V. m, 40) im Namen der Karäer anführt, aber verwirft, daß ein Ochse, der einen Menschen durch Stoß ermordet, deßhalb umgebracht werde, um Strafe an ihm zu nehmen. Daö Ganze aber scheint aus der Ansicht der Motasilah (bei dems, a. a O- C- 17.) zu fließen»

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