Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Karäische Litteratur [Rezension]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 107 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2929020-2929026-2929028-2929828--0770-2930023- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Karäische Literatur, L07 weil die andern Lehrer ihn in Bann thaten und seine Lehren daher keine Nachachtung fanden, und merkwürdiger Weife auch Juda ben Elak, den. wir ja nirgends im Talmud hkntangesetzt finden, und welcher im Gegentheile sogar »der erste Sprecher" genannt wird (vgl. besonders Nr. 1, Cap». 9 nach Moses Beschizi.) Diese Männer nun werden ihren eigenen Reihen zugezählt, und mit. ihnen noch Andre, die sie nach sich ziehen. So außer dem obengenannten Hohepriester Khahana oder Eljoenai der bekannte Jychanan ben Gakkhai, den sie unter ihre Fürsten versetzen und seinem Vater den Namen Akob Sakkhai leihen (Nr. 1 a. a. O.; Cap. 6. in der Reihe der Fürsten; dergleichen Nr. 2 Cap. 2). So fanden sie auch, daß ein Anan von einem andern Gelehrten, Hunna, nicht ganz ehrerbietig behandelt wurde (Khetubhoth 69 u); und alsbald nehmen sie auch ihn unter die Zahl ihrer Fürsten auf. Daher hat die Fürsten- und Gelehrtentafel, die sie angelegt haben, ein gar sonderbares Aussehen. Da sie nämlich nun gewaltsam sich als immerfortdagewesen betrachten, ihre Religionsansicht nicht als eine reformirte oder als die restaurirte ursprüngliche, sondern als eine, die in ununterbrochener Reihe sich fortgeerbt hat, gelten lassen wollen: so suchen sie auch darin den Uabbaniten es gleichzuthun, daß sie eine solche Traditionskette zusammensetzen. Da erscheinen nun bei vem Fürstengeschlechte Adam bis auf Juda, dessen Geschlecht bis auf David und Salomo, die ihm nachfolgenden Könige des Reiches Juda, dann aber nach dem rabbinischm ihre Erklärungen als verkehrt darzustellen : dieser segnet, jener fluchet ihren Häuptern: ein Gräuel Gottes sind sie B e iLel