Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Karäische Litteratur [Rezension]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 13)
- Language
- German
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Karäische Litteratur. 105 schlechte seinen Ansichten Folgenden eigentliche Saducäer waren. Aber sie blieben nicht hiebei stehen; noch höher hinauf schraubten die Späteren die Trennung. Nicht aus den Zeiten des zweiten Tempels, nicht durch Simon ben Schetach entstand diese; nein, schon mit dem Beginne des ersten Tempels, und zwar durch Jerobeam ben Nebat, wurde der irrige Rabbanismus ausgebikdet. Jener nämlich, aus Furcht vor dem Tempel zu Jerusalem, hat Deutungen in der h. S. zu seinen Gunsten unternommen. Er hat die Monatsberechnungen statt der Regel, den Monat mit der Sichtbarwerdung des Mondes zu beginnen, eingeführt, worauf sich auch beziehe 1 K- 12, 33, wo es heißt: der Monat, den er aus seinem Herzen sich erdacht — was jedoch Frühere erst dem ganz spateren Talmudlehrer Isaak Napcha beilegen (Nr. 1, Cap« 8, S. 9 a nach Khaleb Aba) —; er erlaubte, Mittelwesen anzubeten, und Dies seine zwei goldnen Kälber; ebenso gestattete er außerhalb Jerusalems zu opfern untz? Anderes^ Dies aber ist noch die heutige Lehre der Rabbaniten, behaupten sie; sie beten ebenso zu einem Engel Metatron, wie zu Gott, dem sie jenen in ihren Gebeten sogar vorsetzen; Simon ben Schetach opferte selbst in Egypten, wie Moses Beschizi berichtet u. dgl. (Nr. 2 Cap. 1). Also Jerobeam ben Nebat ein Pharisäer, ein Rabbanite! Und dennoch ist er, nach ebenso falschem Verständnisse, auch Urheber der samaritanischen Ketzerei (Nr. 1 Cap» 3)! Der Ursprung dieser unsinnigen Meinung scheint darin zu liegen, daß ein Karäer Salomo ben Aron aus Trok ein Buch der Gesetze unter dem Namen