Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Karäische Litteratur [Rezension]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 104 (sequence 12)
- Language
- German
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504 R e c e n s i o n e n. so mehr haben vertheidigen müssen, je gefährlicher sie noch dadurch waren, daß sie die Jrrthümer der Sadu» cäer nicht theilten? Aber auch dafür giebt es Rath» Es giebt zwei Arten Saducäer, sagen unsre Verfasser (Nr. 1, Cap. 5), die einen — die berüchtigten Schüler des Zavok, Schülers des Antigonus aus Socho, die andern aber heißen eigentlich Saddicäer weil sie der strengen Gerechtigkeit und Wahrheit folgten, wie auch sie dann oft sich nennen. Die Talmudisten vermischten beide aus Gehässigkeit. Jene aber hatten sich zu den Samaritanern geschlagen, da sie ihnen gleich waren; nur diese bekleideten zur Zeit des zweiten Tempels angesehene Stellen, sowie Khahana ben Eljoenai ben Ebiathar ben Jodajah der Hohepriester, der die Verrichtungen mit der rothen Kuh einmal während des Bestehens des zweiten Tempels gemacht (Nr. 1 a. a. O.; Cap. 9 nach Moses Beschizi S« 11 jk; Nr. 2 Cap. 2 S- 20 Ir), und ebenso Johanan Hyrkan, der Hohepriester und König (Regent) und dessen Sohn Alexander. Nun trennen sie freilich selbst Samaritaner von Saducäern (Nr. 1 Ende des Cap. 3); nun nehmen zwar jene alle übrigen Schriften außer dem Pentateuche nicht an, was die Karäer selbst angeben (ebendas.): aber, wie bemerkt, „Sünde schleppt Sünde nach", und ein Vergehen in der Geschichte läßt immer noch andre Willkührlichkeiten folgen. Ebenso findet sich auch nicht die geringste Spur, daß Eljoenai ben Hakkuf (und diesen meinen sie doch wohl mit ihrem Khahana) Karäer gewesen sei (Parah III, 5); deßgleichen ist es ganz und gar nicht zweifelhaft, daß Johanan Hyrkan sowie die aus seinem Ge-