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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 101

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Karäische Litteratur [Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 101 (sequence 9)
Language
German
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Karäische Litteratur. 101 war in ihnen nicht durchgedrungen, was, wie wir später sehen werden, höchst zwitterhafte Erscheinungen hervorbrachte, und daher ihr Bestreben, ihr ununterbrochenes Bestehn nachzuweisen. Nun suchten sie in der in den talmuvischen Schriften vorliegenden jüdischen Religionsgeschichte Momente auf, die ihren Behauptungen günstig sein möchten, und—sie fanden deren, die sie so deuteten, die aber dann noch größere Verwirrung in ihr System brachten. Die Hauptstelle wird für sie Kidduschin 66 ». Johanna Hyrkan nämlich, der Hohepriester und Regent, soll, nach dem dortigen etwas sagenhaft entstellten Berichte, von einem Siege heimkehrend, den Pharisäern ein Gastmahl gegeben Haben, aber dabei von einem derselben dadurch beleidigt worden sein, daß dieser ihm gerathen, die Hohepriesterwürde aufzugeben, indem er deren als Sohn einer Gefangenen nicht würdig sei. Hyrkan, dadurch verletzt, habe nun alle Pharisäer umbringen lassen, so daß die Gelehrsamkeit untergegangen sei, bis Simon ben Schetach dieselbe wieder restaurirt habe *). Diese Erzählung, die offenbar darauf hindeutet, daß Johanan Hyrkan dem Saducäismus sich in die Arme geworfen habe, benutzen nun die Karäer zu ihren Zwekken. Nach ihnen hat nämlich dieses Ereigniß die Folge Hierauf wird auch angespielt Berachoth 48 a, wo Simon dev Schwager des Hyrkan genannt wird§ jedoch wird an beiden Stellen her spätere König Jannai statt. Hyrkans genannt;, hingegen berichtet Berachoth 2Y n richtig, daß Zohanan (Hyrkan) in seinem späteren Alter Saducäer geworden, wobei er denn von Einigen mit Jannai identist.cirtz von Andern, aber getrennt wird. Aehnlich erzählt Josephus. XVIIL, 1Z. Vgl. Jost allg. Gesch. d. iftael. Volkes L!. S. 5.

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