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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 97

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Karäische Litteratur [Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 97 (sequence 5)
Language
German
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Karäische Litteratur. 97 schon früher etwa unter dem Namen der Saducäer bestandene Secte blos fester begründet habe. Diese Frage kann auf zwei Arten verstanden werden; entweder man sieht auf die Grundsätze der Secte und untersucht, ob sie in diesen mit andern schon früher dagewcsenen übereinstimme, inwiefern sie demnach sich jene zum Vorbilde gemacht habe, oder man sucht einen vollständigen geschichtlichen Zusammenhang mit Früheren. Da über diese Frage immer blos von Solchen gehandelt wurde, die selbst entweder Rabbaniten oder Karäer waren, so fand sich bei der Beantwortung auch meist ein Parteiinteresse ein. Der Erste, welcher unter den Rabbaniten über diese Secte einen geschichtlichen Ausspruch hinterlassen, ist Scherira. Gaon (am Anfänge des Ilten Jahrhunderts), und seine undeutliche Aeußerung eben gab noch mehr Anlaß zur Ungewißheit. Er sagt, in den Zeiten des Judai Gaon hätten Anan und Saul (dessen Sohn) den Glauben der Karäer befestigt (O^-^N 7N was aber auch heißen kann und wahrscheinlich auch heißen soll: festgestekt, ohne Beziehung auf ein schon früheres, nur schwächeres Vorhandensein der Secte. Hingegen nennen die meisten spätern Rabbinen sie geradezu — Saducäer, in Betracht der ihnen mit dieser gemeinsamen Leugnung der, der Ueberlieferung zukommenden, Gültigkeit. Vorzüglich bedienen sich Maimonides und Ebn Esra häufig dieser Benennung für sie, was jedoch nicht sowohl eine blose Gleichstellung wegen der im Wesentlichen gleichen Grundsätze und Lehren bezeichnen soll, als vielmehr eine völlige Einerleihekt; wenigstens sagt jener geradezu imMischnahcommentare zu Aboth I, 3, daß die in seiner Gegend (Egypten) s. g. Karäer von den Talmudisten Saducäer 7

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