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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 89

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Der Kampf christlicher Theologen gegen die bürgerliche Gleichstellung der Juden
Date
1836-01-01
Page
Seite 89 (sequence 12)
Language
German
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gegen d. bürgcrl. Gleichstellung d. Juden. 89 die Frage bleibt immer die: erkennet die eine Religion die andre insofern an, daß sie, beim Festhalten an derselben, die Erlangung der ewigen Seligkeit für möglich hält? Wird diese verneinend beantwortet, so hat die Religion ihre Verachtung gegen die andre bewiesen, mögen übrigens ihre Bekenner sie noch so schonend behandeln; lautet die Antwort bejahend, so ist die Achtung sichergestellt, und alle die kleinen Neckereien können nicht mehr von Gewicht sein. Welche Partei das Christenthum hierin ergriffen, haben wir schon gehört; es gilt nun noch, die des Judenthums kennen zu lernen. Nachdem man uns so oft und so lange von der Unduldsamkeit desselbenunterhalten, wundert es uns fast zu erfahren, daß der Talmud (ich rufe; hört!) ganz ausdrücklich, mit Bezug auf die Stelle Pf. 9, 18, wo es heißt: mögen fahren... zum Scheylalle Völker, die Gottes vergessen, behauptet, nur diejenigen Nichtisraeliten, welche Gottes vergäßen, d. h. nicht an ihn glaubten, hätten keinen Antheil am ewigen Leben, abernicht so andre (Sanhedrin 105 a), womit die dortige Mischnah dann völlig übereinstimmt, wenn sie den Bileam zu denen zählt , welche keinen Antheil an demselben hätten-, anerkennend, daß blstz er ausgeschlossen sei. Hieraus ist denn der allgemeine Ausspruch unter den Rabbinen entstanden, die Frommen aller Nationen und Confessisnen würden selig,— eine Stelle, welche Herr H. nicht versteht und deßhalb Mendelsohs einer Täuschung anklagt (Archiv B. V, H. 2 S. 36 ff.). Welche Duelle- Maimom'ves bei der Abfassung seiner "Wiederholung der Lehre" vor sich gehabt habe, wenn er daselbst (V. XIV, L. 5 Könige u. f. w. VIII, 11) behauptet, sie würden nur dann "Fromme" genannt,

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