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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 87

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Der Kampf christlicher Theologen gegen die bürgerliche Gleichstellung der Juden
Date
1836-01-01
Page
Seite 87 (sequence 10)
Language
German
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gegen d. bürgerl. Gleichstellung b. Juden. 87 gen Jesus und das Christcnthutn vorfinden, müssen wir noch einmal berühren. Daß es in dem Geiste intoleranter und ungebildeter Zeiten, die leider! noch nicht für Alle verschwunden find — was ich mit Citaten belegen könnte —, lag, gegen andre Glaubensparteien sich feindlich zu äußern, ist wohl anerkannt; aber ganz allein dem Judenthume wird es als ein Verbrechen angerechnet. Nur dieses allein, weil es machtlos war und ist, mußte auch das Wort verschlucken, weil es die Faust nicht ballen durste. Ich dächte, man sollte es schon dem Schwachen, wenn er auch Nichts von dem Stärkeren zu leiden hätte, nicht verargen, wenn er, im verletzenden Gefühle seiner Schwäche, diesem gegenüber die Zähne knirschte. Nun aber war die Judenheit noch nie in dieser glücklichen Lage. Der wüthendste Fanatismus übte gegen sie seine Gräuel, und da sollte das gepreßte Herz nicht die einzige Waffe brauchen dürfen, die ihm zu Gebote stand, da sollte es nicht in dem Hohne, den es schadenfroh dem Gegner entgegenwarf, Erleichterung suchen, da sollte die Glaubensgemeinde nicht Blößen in dem Glauben der andern auffinden wollen und die gebeugten Glieder dadurch ermuthigen, daß sie, nach dem beschränkten Standpunkte ihrer Einsicht, die Vorzüge des eignen Glaubens durch die zu hoch angeschlagnen und verpönten Schwächen des andern zu heben meinte? Nur Demjenigen, der in gesunder Kraft unverletzt einhergeht, in dieser selbst seine Freude findend, der gar nicht die Furcht haben kann, vom Andern verletzt zu werden, nur Diesem soll es auch noch gestattet sein, in überinüthiger Pöbelhaftigkeit den Schwachen und Gedrückten zu schmähen, während dieser die Schmerzenslaute mit dem Wehs verschließen muß? Freilich ss verlangt es der Tyrann,

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