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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 49

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
Date
1836-01-01
Page
Seite 49 (sequence 28)
Language
German
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II. Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds. 49 Straucharten zu sammeln, um damit ihre Laub« Hütten zu bedecken (Neh. 8, 15). Unter denselben kommt derjenige vor, den wir im Vers Levit. 23 , 40 mit dichtbelaubtem Baum (nach Johlson) übersetzt haben, «nv den der Talmud für den Myrthenstrauch hält, zugleich aber auch ein Strauch unter der Benennung, mit welcher der Talmud in seiner Sprache den Myrthenstrauch bezeichnet (O"!N), welches Wort auch übrigens Jesai. 55, 13 vorkommt. Folgt nun auch aus allen hier angeführten Beispielen durchaus nicht, daß das mosaische Gesetz, wenn man auf den blosen Text des Pentateuchs beschränkt ist, nicht ausgeübt werden könne, so ist allerdings doch nicht zu verkennen, daß dieser Text einen sehr ergiebigen Stoff zu Meinungsverschiedenheiten varbietet, wenn man von der Ansicht auszeht, es sei in den Geboten Nichts dem natürlichen Entwicklungsgänge aller von Menschen zu handhabenden Dinge und dem Einflüsse der so sehr dem Wechsel unterworfenen Sitten, Verhältnisse und Begriffe heimgestrllt, sondern Alles in ihnen habe eine eiserne, mit keiner wandelbaren Willkühr verträgliche Festigkeit, was freilich der hohem Bestimmung eines göttlichen Gesetzes, die doch wohl keine andere sein kann, als die Befolget desselben auf eine höhere Stufe sittlicher und religiöser Bildung zu erheben, geradezu widerspricht. Denn es scheint nicht natürlich, daß eine Reihe von Verordnungen, welche dazu bestimmt war, ein rohes und verwildertes Volk zu einer weisen und gottesfürchtigen Gemeinde zu bilden, keiner Umgestaltung bedürfen sollte, wann sie einmal, der Absicht des göttlichen Gesetzgebers gemäß, dieser Bestimmung sich genähert hat.' Diese An- 4

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