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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 48

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
Date
1836-01-01
Page
Seite 48 (sequence 27)
Language
German
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48 H. Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds. r - 12) Levit. 23,.40 findet sich das Gebot: Ihr sollet euch nehmen am ersten Tage (des Lauberhüt-! tenfestes) schöne Baumfrucht, Palmzweige unv! > einen Ast von dicht belaubtem Baume und; Bachweiden und sollet euch freuen vor dem! Herrn, eurem Gotte, sieben Tage, ohne nähere! Angaben über die Pflanzen, welche zu dieser Feierlichkeit; zu nehmen sind. Warum sollte man indessen annehmen, daß hier auf den Gebrauch bestimmter Pflanzen gedrungen werde? Es geht aus dem Gebote allerdings weiter 1 Nichts hervor, als daß am Herbstfeste (am Feste des Einsammelns zu Ende des Jahres, wie es Exod. 34, 22 genannt wird) Feststräuße zur Aeußerung der Freude, natürlich auch des Dankes für den göttlichen Segen, zum öffentlichen Gottesdienste gebracht werden sollen, wobei durch die localen Erzeugnisse des Bodens am Füglichsten bestimmt werden dürfte, welche Pflanzen zu den Sträußen oder Guirlanden zu nehmen seien. Ueber die Art, wie der Talmud dieses Gebot erklärt, s. Thariag, Geb. i 44. Er mag seine Ansicht wirklich auf die gezwungene Interpretation des Textes gründen, deren er sich bedient, - oder sie aus einer mündlichen Ueberlieferung herleiten, oder die Art der Vollziehung, die er vorschreibt, im Gebrauche vorgefunden haben, so ist nicht zu verkennen, daß das Gebot bei der natürlichen Deutung des Textes l viel leichter zu vollziehen ist, indem man sich wohl allenthalben schöne Pflanzen, aber nicht immer das Esrog! oder einen Myrthenstrauch verschaffen kann. Merkwür- > dig ist es, daß Esra und Nehemias, als sie das mol falsche Gesetz wieder ins Leben führten, dem Volke be-- fahlen, Blätter von fünf von ihnen angegebenen Baum- oder -

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