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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 45

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
Date
1836-01-01
Page
Seite 45 (sequence 24)
Language
German
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II. Beiträge zur Beurteilung des Talmuds. 45 betrifft, die blos zum Vergnügen vorgenommen werden, so scheinen sie, der Natur der Sache gemäß, erlaubt. Ueber die Art, wie der Talmud die Sabbathruhe regulirt hat, verweisen wir auf Thariag Verb. 65. Es ist n,icht nöthig, sich hier auf die Frage einzulassen, ob der Talmud seine Bestimmungen für traditionell ausgebe oder nicht, da jedenfalls der blose Text der Bibel zur Vollziehung der Vorschrift vollkommen genügend ist. 6) Levit. 21, 12 wird befohlen, der Priester solle nie aus dem Heiligthume gehen, was eine nähere Bes stimmung zu erfordern scheint, da die Priester nicht in dem Tempel wohnten. Diese Bestimmung ergiebt sich indessen von selbst aus dem Zusammenhänge, durch welchen es einleuchtet, daß dem Priester blos verboten wird, den Tempel zu verlassen, um einer Leichenbcstattung beizuwohnen, so wie auch Aaron ausdrücklich den Befehl erhielt, die Stiftöhütte nicht zu verlassen, als seine zwei Söhne Nadab und A b i h u starben (10, 7). Diese Erklärung giebt auch der Talmud (Sanhedrin, 18 u). 7) Deuteron. 22, 23 f. wird über eine Verlobte, die sich der Untreue gegen ihren Bräutigam schuldig gemacht, die Todesstrafe ausgesprochen, ohne daß irgendwo angegeben werde, in welcher Handlung eigentlich die Verlobung bestehe, so wie sich auch im Pentateuch über die Trauungsfeierlichkeit Nichts findet. Hier ist die Annahme natürlich, daß die Ceremonien, welche damals bei sie für diesen Tag nöthig zu haben glaubten, davon nehmen, den Ueberrest aber auf den andern (Sabbath-) Tag aufheben und ihn nach Belieben an demselben behandeln sollten.

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