Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 44 (sequence 23)
- Language
- German
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44 II. Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds. der Ort, von welchem hier die Rede ist, dieselbe Begränzung habe, wie die den Leviten in Palästina einge- > räumten 48 Städte (Num. 35, 5) und daher bis 2000 > 1 Ellen außerhalb der Stadt reiche. . z 5) Erod. 20, 10 und an mehren andern Orten wird verboten, am Sabbathe zu arbeiten, aber nicht erklärt, welche Verrichtungen als Arbeiten zu betrachten f seien. Die Verrichtungen, welche der Mensch vornimmt, können drei verschiedene Bestimmungen haben: Erwerb, Vergnügen, welches die Verrichtung selbst gewährt, und Befriedigung natürlicher Bedürfnisse. Daß Verrichtungen der ersten Art, selbst wenn sie noch so geringe Anstren- , gung erfordern, als eine Entweihung des Tages zu betrachten sind, erhellt aus Jes. 58, 13, wo sogar das Sprechen von Erwerbsangelegenheiten mißbilligt wird. Alle Arbeit zur Bereitung der Speisen wird Erod. 12, l 16 für das Pesachfest ausdrücklich erlaubt, wenigstens in-! sofern sie vor dem Feste nicht vorgenommen werken! konnte, und es ist, nach dem blosen Texte der Bibel zu urtheilen, kein Grund vorhanden, anzunehmen, daß es mit der Sabbathruhe strenger zu halten sei, zumal da alle zur Bereitung der Speisen nöthigen Arbeiten jeden Sabbath beim Opferdienste verrichtet wurden; nur wird das damals sehr mühsame Hervorbringen des Feuers i Erod. 35, 3 verboten *). Was endlich Verrichtungen *) Demnach müßten dann die Worte Erod. 16, 23: "Was ihr backen wollt, backt, und was ihr kochen wollt, kocht" nicht so verstanden werden, daß was für den morgenden Sabbalhlag zu backen sind zu kochen sei, am heutigen vorhergehenden Tage zuzubereiten sei, sondern daß die Israeliten denjenigen Lheit des am Freitage in doppeltem Maße gesammelten Manna, welchen