Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 37 (sequence 16)
- Language
- German
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n. Beiträge zur Beurthcilung des Talmuds. 37 wievielsten Monate des Jahrs und an welchem Tage des Monates sie gefeiert werden sollen, so daß die Festsetzung des Kalenders als ein wesentlicher Bestandtheil des Ritualwesens betrachtet werden kann, und andrerseits finden wir in der Bibel über die Zeitrechnung der Israeliten keine andre Bestimmung, als die folgende Stelle (Exod. 12, 2): Dieser Monat ist euch der Anfang der Monate, der erste ist er euch unter den Monaten des Jahres. Wir wissen wohl, daß dieser erste Monat derjenige ist, in dessen Mitte ungefähr die Gerstenernte beginnt; wie können wir aber erfahren, durch welche astronomischen Erscheinungen sein Beginn und seine Dauer, so wie der Beginn und die Dauer des Jahres bestimmt wird? Am Natürlichsten wäre wohl hier die Annahme, daß bereits, als dieses Gebot ertheilt wurde, irgend eine Zeitrechnung bei den Israeliten eingeführt war, entweder die egyptische oder eine andre, die sie aus Palästina mitgebracht, und daß das Gebot die Beibehaltung dieser Zeitrechnung voraussetzt« Dabei ist es wahrscheinlich, daß diese Zeitrechnung sich in den später» Generationen erhalten hat, nur daß das Ungenaue, welches, w^ Dies bei allen Kalendermethoden der Fall ist, mit ihr verbunden war, bisweilen Veränderungen nöthig machte, dergleichen von den Talmudisten selbst vvrgcnommen wurden. Die übliche Zeitrechnung brauchte übrigens nicht im Texte des Pentateuchs mitgetheilt zu werden, da sie dem Volke bekannt war, so wie überhaupt vorauszusetzen ist, daß bei allen übrigen Geboten dem Volke manche Einzelheiten über die Art der Ausführung mündlich mitgetheilt wurden, die zu unerheblich waren, um einen