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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 34

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
Date
1836-01-01
Page
Seite 34 (sequence 13)
Language
German
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34 H. Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds. 35, 4 und Num. 35, 5, wo es zuerst heißt, man solle den Leviten, um die ihnen einzuraumenden Städte her, freie Plätze bis zur Entfernung von tausend Ellen von den Stadtmauern überlassen, und gleich darauf, man solle nach jeder der vier Hauptrichtungen 2000 Ellen abmessen. Der Talmud nimmt hier an, die ersten 1000 Ellen seien für eigentlich freie Plätze und die andern für Gärten und sonstige Anlagen bestimmt gewesen, eine Erklärung, welche den Widerspruch durchaus nicht aufhebt. Nachmanides hingegen nimmt an, der zweite Vers bestimme blos, daß die Städte, mit Inbegriff der freien Plätze, Quadrate von 2000 Ellen Seitenlänge bilden sollen. Er findet diese Erklärung, die allerdings auch nicht sehr befriedigend ist, natürlicher, als die talmudische, und trägt kein Bedenken, ihr in seinem Commentare den Vorzug zu geben. Aber weit entfernt, dadurch der Autorität des Talmuds entgegen zu treten, wogegen sich sein Gewissen empört hätte, erweist er ihm gerade dadurch die höchste Huldigung, welche er von seinen Bckennern verlangt, und welche darin besteht, daß diese in der Ausim 3ten Buche angegebenen Opfer dem Wochenfeste als befonderm Feste der Frühernte zukämen, hingegen die im üten die gewöhnlichen Opfer eines jeden Festes seien, und Ebn Csra, nachdem er an der ersten Stelle andre Meinungen verwirft, führt mit Recht als Beweis für die Richtigkeit der talm. Ansicht an, daß im Levit. die Opfer für die andern dort anfgezählten Festtage gar nicht angegeben werden, daher auch bei dem Wochenfests nicht die ihm als Feste überhaupt zukommenden Opfer, sondern blos die besondren Feierlichkeiten bei dem Schluffe der Frühernte, ebenso wie früher bei dem Anfänge, bezeichnet werden, während hingegen die Bestimmungen in Num. rein das Fest an sich, ohne die es begleitenden Nebeufeierlichketten, im Auge haben. G-

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