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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 23

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
Date
1836-01-01
Page
Seite 23 (sequence 2)
Language
German
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11. Beiträge zur Bcurtheilung des Talmuds. 23 Alle Vorschriften des Pentateuchs sind Moses aus dem Munde G ottes am Berge Sinai offenbart worden. Ohne dem Charakter des göttlichen Gesetzgebers zu nahe zu treten, könnte man der Annahme Raum geben, daß Moses in seiner Eigenschaft als oberster Volkslehrer während der vierzigjährigen Wanderschaft durch die Wüste, und besonders nahe vor seinem Tode, von der geistlichen Autorität, die späterhin so oft geltend gemacht wurde, Gebrauch gemacht und den Israeliten manche ihm zweckdienlich scheinende Einrichtung gegeben habe, die in dem Pentateuche unter den eigentlich göttlichen Geboten vermischt vorkomme, sowie religiöse Einrichtungen, die von späteren geistlichen Vorstehern getroffen wurden, in den Text der heiligen Bücher übergegangen sind, wie z. B. die Feier des Purimfestes und die Choralordnungen (Mischmaroth) im Tempel. Diese Annahme dürfte sogar durch den Umstand unterstützt werden,, daß in dem Deuteronomium viele Verordnungen enthalten sind, die sich in den früheren Büchern nicht finden, als die Leviratsehe, die Schuldenerlassung am Sabbathjahre, das Schemalesen, das Tischgebet*) u. A. m., und der Talmud selbst nimmt an, daß Moses die in diesem Buche enthaltenen Eideöflüche aus sich gesagt habe (Megillah 31 b) **), sowie er auch ihm Die Einführung mehrer religiösen Gebräu- Die beiden letzteren Gebote nach talmndischer Erklärung. G- Merkwürdig ist die Ansicht der Tosaphoth daselbst, die eine Leitung des heiligen Geistes dabei annehmen — mit unterscheidender Beziehung auf sonstige strenge Inspiration, sowie ja. dieser Unterschied auch zwischen den Propheten (Nebim) vtld HagiographE (Khethubim^ Kilt» G.

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