Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- Bernburg [Nachricht]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 470 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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470 Na ch r i ch 1 e n. Änderung in Cultusnnd Schulsachen mit seinen Vorschlägen an das Consistorinm sich zu wenden und die Genehmigung desselben zu erwarten. 31) Die gegenwärtige Instruction soll in sämmtlichen israelitischen Gemeinden Unserer Lande bekannt gemacht nnd auf deren genaue Beobachtung von den israelitischen Vorstehern strenge gehalten werden. 32) Wie Wir Uns in Gnaden versehen, daß der Landrabbiner-v. Herxheimer sich seinem Stande und Amte gemäß betragen, und durch weisen Ernst, durch uneigennützige Berufstreue und unbestechliche Wahrheitsliebe rc. Unserm Zutrauen entsprechen und vorgedachte Obliegenheiten mit unwandelbarer Gewissenhaftigkeit erfüllen werde: so soll er bei treuer Dicnstvcrrichtung Unseres Landesherrlichen Schutzes und Unserer gnädigsten Zufriedenheit versichert sein rc. Zur Urkunde dessen haben Wir vorstehende Instruction Höchsteigenhändig unterschrieben und mit Unserm Herzoglichen Siegel bedrucken lassen. Diese Instruction ward in sämmtlichen Synagogen des Landes von den Justizbeamten bekannt gemacht. Sie ist ein erfreuliches Zeichen von dem warmen Eifer eines deutschen Fürsten für das innere Heil seiner israelitische» Unterthanen, wie für deren äußere bürgerliche Erhebung, welche letztere besonders durch die Einsetzung des Rabbiners in die mit einem Staatsdiener gleiche Stellung sich bekundet. Wir sind Zeugen der herrlichsten, in der Folge noch sichtbarer hervvrtretendcn Früchte, die das Institut des Rabbinats bereits-getragen. Auch die Oppositionslustigen müssen anerkennen, daß seit einigen Jahren für Schulwesen, Gewerblichkeit und Cultus in der That Vieles in unserm Herzogthume geschehen ist. Die Schule zu Bernburg, wo neben 3 andern Lehrern der Landrabbiner Religion und Hebräisch unterrichtet, erfreuet sich bei den jährlichen öffentlichen Prüfungen, welchen jedesmal die höchste christliche Kirchcnbehörde beiwohne, der wachsenden Theilnahme und Anerkennung ihrer vorzüglichen Leistung. Mit der Schule ist zugleich ein Seminar für künftige israelitische Volksschullchrer verbunden. Da nicht blos von Seiten