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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 459

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Bonn [Nachricht]
Date
1835-01-01
Page
Seite 459 (sequence 3)
Language
German
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Nach r ich t e n. T59 räuschlos auftreten und in stiller Abgeschlossenheit im kleinen Kreise' sich geltend machen, bis sie dann die Schranken übertreten und' gleich dein übcrströmenden Nil Frucht bringen überallhin. W» soll aber bei uns diese freie Wissenschaft gepflegt werden? Den Rabbiner bewältigt das praktische Leben so von allen Seite», daß ihm weder Zeit noch Mittel übrig bleiben, ein achter Priester der Wissenschaft zu sein. Seine Amtsverrichtungen, feine Befähigung für die praktischen Fächer, die ebenfalls auf den praktischen Theit der Theologie, ans Dinge, die sogleich ins Leben greifen , gerichtete Aufmerksamkeit lassen ihm nicht die erforderliche Zeit; seine' kargen Mittel, die ihm nicht den gehörigen Büchervorrath, viel weniger Reisen gestatten, überhaupt seine Stellung außerhalb der gelehrten Welt verhindern ihn durchaus, in demjenigen Grade Theil zu nehmen an der Fortbildung der Wissenschaft, wie es durchaus Noth thut für eine Regeneration des Judenthums.— Ach, warum haben wir keine jüdisch-theologische Facultät? Wenn jüdische Professoren dann einzig und allein der Wissenschaft lebten, wie würde eine gründliche, systematische Bearbeitung des' Judenthums sobald gefördert sein; und auf dieser sichern Grundlage würde daun das Lebe» seinen Bau aufführen. So mögen dann bis zu dieser Zeit, die bald kommen möge und durch ein ernstliches Wollen kommen kann , die Jünglinge, solange sie noch an der Universität sind, die schönen unvergeßliche!: Jahre in freier Begeisterung der ernsten, aber ihnen so heitern Wissenschaft ernstlich widmen und dort noch, ferne der Praxis, ganz ungestört sich auch den Fragen hingeben, die, dem ersten Anscheine nach, für jetzt das Leben der Synagoge noch nicht berühren. Die zweite Frage gewinnt ein sehr cntschiednes Interesse, vorzüglich durch die Untersuchung über den Charakter der Uebersctzung des Saadias, die doch hier eine bedeutende Stellung einnehmen muß. Es wäre wohl wünschcnswerth, daß die in diesen Blättern (S. 192) angekündigte Lebensbeschreibung des Saadias recht bald erschiene, damit sie benutzt werden könne. Der gewöhnlich s. g. L-rsIrs Lrxonii ist ebenfalls die Uebersetzung eines afrikanischen Juden aus dem 13. Jahrhundert. Dies möchtenwohl die einzigen interessanten arab. Uebersetzungen deS Pcnta-

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