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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 440

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Aus dem bairischen Oberdonaukreise [Nachricht]
Date
1835-01-01
Page
Seite 440 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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440 Nachrichten. zweideutiges Benehme»? Zutrauen wird bestimmt der Geistliche genießen, wenn Ernst und Redlichkeit aus allen seinen Handlungen hervorleuchtet, wenn er von wahrer Frömmigkeit geleitet wird, in seinen seelsvrgerischen Bestrebungen die ächten Tugenden der Menschenliebe und der Ergebung in Gottes Willen beweiset. Nun wollen wir nicht leugnen, daß Besonnenheit und kluge Mäßigung auch Erfordernisse sind, will er anders ans eine segensvolle Wirksamkeit rechnen; aber diese müssen blos die sormcllen Leiterinnen sein und seine Schritte bezeichnen, aber nicht sein ganzes geistliches Wesen ausmachen, sonst, möchten wir diesen Eigenschaften ganz andre Namen beilegen. Ein Nescript des k. Ministeriums, das in mehre öffentliche Blätter und auch in diese Zeitschrift (S. 125) übergegangen ist, zeiht Hrn. Nabb. Gnggenheimcr zu Kriegshaber der Theiluahme au Umtrieben gegen die von einigen Rabbinern des Obermainkreises veranstaltete Synagogenordnung. Wie man hört, ist derselbe blos durch einige von ihm herrührende, ans die an ihn ergangenen Aufforderungen erwicdcrte, undeutliche Aeußernngen hineingezogen worden, und er soll bei dem Ministerium darum angesncht haben, daß auf officiellem Wege dieser Anschuldigung widersprochen werde. Wir glaube» dieser Angabe um so eher, da Herr Gnggenheimcr schon vor 13 Jahren sich Verbesserungen geneigt zeigte, aber damals, bei dem Versuche, sie cinznführen, auf unübebsteigliche Hindernisse gestoßen war. Auch jetzt ist er fast der Einzige in nnserm Kreise, der die Trauungshandlnng in die Synagoge verlegte, sabbachliche Predigten hält, die ganz nach der Form wohlgeordneter Kanzelvorträge eingerichtet sind, wie überhaupt die Anordnungen in Kriegshaber für unfern Kreis eine besondere Auszeichnung verdienen_Wir halten cs für das Beste, Dinge, die einmal der Oeffentlichkeit übergeben sind, wiederum öffentlich zu besprechen, und es möchte wohl das Geeignetste sein, wenn er den Thatbcstand öffentlich, etwa in diesen Blättern, erörterte. — Zn unser» bürgerlichen Verhältnissen ist cs noch immer beim Alten, und es lastet noch mancher recht schwere Druck auf uns. So höre ich, daß Manche, die alle Eigenschaften eines wackem

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