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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 408

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Jüdisches Schulwesen [Rezension]
Date
1835-01-01
Page
Seite 408 (sequence 5)
Language
German
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403 R e c e n s i o n e n. ist dem Rec. das Beispiel mancher wackerer Rabbiner bekannt, welche namentlich bei dem Unterrichte an der isr. Schule ihres Wohnortes selbstthatig Mitwirken, wie es denn auch sehr erfreulichist, Solches von Hrn.N.H. aus dem vorliegenden Schriftchen desselben, das zugleich ein Schulprogramm ist, zu ersehen (S. 30.). — Durch eine solche Steigerung des Berufes der Rabbiner werden also eben sowohl die angedeuteten Bedenklichkeiten gegen die Errichtung bloßer israelitischer Neligionsschulen verschwinden, als auch dadurch die Befriedigung aller andern geistlichen Bedürfnisse der Gemeinden leichter gemacht dasselbe von dem Amte des Lehrers und VorbeterS getrennt sein solle; allein es scheint, nach Allem, was wir darüber erfahren haben, beinahe eben so wenig für die praktische Ausführung dieser, ungefähr ein Jahrzehend. bestehenden, Vorschrift geschehen zu sein, als wir noch gehört haben, daß man über die praktische Durchführung anderer, mit derselben zugleich angeordneter, Maßregeln <wie z. B. daß die Rabbiner wenigstens jeden andern Sabbath eine Predigt batten, oder daß Choralgesang Ln den Synagogen eingeführt werde u. s. w.) gewacht Habs. Wenigstens wird dort an den meisten Orten das Schächter-Amt noch immer von dem Vorbeter versehen. — Uebrigens wollen wir, da es zu beschwerlich für den Rabbiner scheinen möchte, daß er das Vorbeteramt ganz übernehme, hier nur kurz noch darauf aufmerksam machen, daß sich dasselbe sehr wohl dadurch erleichtern laßt, daß auch einzelne achtbare Glieder der Gemeinde selbst einen Theil desselben verwalten. Es entspricht Dieses der herkömmlichen Weise, welche wir natürlich nicht in ihrer so mißbräuchlichen, gegenwärtig herrschenden, Entartung beizubehalten wünschen, die aber in einem herrlichen Principe der Synagoge ihren Ursprung hat, nach welchem die Glieder der Gemeinde bei dem öffentlichen Gottesdienste (wie z-Bbeim Vorlesen der Thora , welches ursprünglich durch die aufgerufenen Gemeindeglieder selbst verrichtet wurde) stets selbstthatig. Mitwirken und sich keineswegs blos passiv verhalten sollen. Leider sind die Spuren dieses Primips großtentheils nur noch in seinem äußersten Mißbrauche und dem traurigsten Verfalle, Ln der Unordnung, welche meistens in den Synagogen herrscht. Zu erblicken. —

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