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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 406

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Jüdisches Schulwesen [Rezension]
Date
1835-01-01
Page
Seite 406 (sequence 3)
Language
German
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406 R e c e n 1 i o n e rr.' tkger Unterstützung von Selten des Staates und bei der größten Anstrengung der Gemeinden selbst, als eine viel zu hohe Forderung erscheinen muß, wenn man verlangt, daß bei denselben, neben dem Vorbeter und Jugendlehrer, auch besondere geistliche Führer, Rabbiner angestellt werden sollen. Das Einzige und Höchste, was man hierin gewöhnlich zu erreichen strebt, besteht darin, daß man mehrere Gemeinden in einen Sprengel vereinigt und unter die Leitung eines gemeinschaftlichen Rabbiners stellt. Allein bei der größer« Entfernung solcher Gemeinden von einander kann die eigentliche Wirksamkeit des Rabbiners sich nur in der Gemeinde seines Wohnortes bewähren, nnd die entfernter» Gemeinden können daher oft nur bei außerordentlichen Gelegenheiten (wie bei Trauungen u. s. w.) ihren geistlichen Führer in ihrer Mitte sehen. Und so wäre also gerade derjenige Theil unserer Glaubensbrüder, welcher auch sonst von den Einwirkungen der Intelligenz und Bildung am meisten ausgeschlossen ist, dazu verdammt, aller geistigen Belehrung und Erbauung zu entbehren; so sollte das lebendige Wort Gottes gerade da nicht ertönen, wo die größte Erstarrung, die tiefste Versunkenheit herrscht. —- Es wäre gewiß an der Zeit, diese ernste Bedenklichkeit in reifliche Erwägung zu ziehen. — Wir glauben aber, daß sie am besten dann gehoben werde, wenn die verschiedenen, hier obwaltenden, Bedürfnisse möglichst mit einander zugleich befriedigt werden, wenn also die Functionen des Jugendlehrers und Rabbiners, so wie auch (was jedenfalls zur Hebung des Gottesdienstes in hohem Grade beitragen muß) die des Vorbeters, so viel als möglich, in ein einziges Amt concentrirt und durch eine einzige Person versehen werden. Eine solche Vereinigung wird gewiß eben so sehr von dem höher» Berufe des jüdischen Geistlichen gefordert, als sie geschichtlich begründet ist, und muß schon an und für sich die wohlthätigsten Folgen für die Wirksamkeit des Rabbiners äußern. Sie erweitert nicht nur seinen Wirkungskreis, sondern giebt ihm auch die Gelegenheit, sich die ganze Gemeinde gleichsam selbst heranzubilden, in einem Geiste und «ach einer Lehre zu erziehen; es ist ein großes

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