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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 400

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Jüdische Geschichte [Rezension]
Date
1835-01-01
Page
Seite 400 (sequence 24)
Language
German
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400 R e c e n s i o n e n. bewußten Ahnung eines höchst gesunden kritischen Gefühls hervorgerüfen wurde. Deßgleichen verfuhr er auch in talmudischer Worterklärnng auf eine vollkommene, von der Gemara unabhängige Weise, da er selbst des Griechischen kundig genug war, um die Quelle vieler Wörter aufzufinden (A. 231. Daher erklärt er — worauf ganz besonders hinzuweiscn gewesen wäre— auch das mischnaitiscbe (Khetuboth LL, 1 u. 10), im Widerspruche mit der Gemara (das. 17 b), durch das griechische vo^-o-;, gesetzlich Zukommendes,, (Aruch u. d. W.), was Benjamin Musaphia in seinen Zusätzen zu Nathan's Wörterbuch mit Recht urgirt und bemerkt, daß wir aus Chauanel's Verfahren wohl lernen kennten, bei der Worterklarung unabhängig von der Gemara zu bleiben. So wurde er nun für die Folgezeit Führer und Vorbild. Isaak ben Jakob befolgte seinen Weg und verfertigte einen Codex nach seiner Weise, welcher wohl bloß durch seine größere Kurze und durch den Aufenthalt seines Verf.'s in dem Lande weitverbreiteter Verbindungen, in Spanien, später den Vorzug vor seinem Muster erhielt (A- 30); Nathan ben Jechiel entlehnt die meisten Wort-, Sach- und Satzerklärungen aus seinen Werken (A. 19); Maimonides endlich, wenn er ihn auch, seiuer Weise gemäß, nicht ausdrücklich nennt, scheint in seiner Art der Untersuchung, wenigstens in seiner talmudischen Epoche, wo er noch nicht die durchdringend philosophische Behandlung, sondern die mehr vermittelnde Richtung ergriffen hatte, einen bedeutenden Anknüpfungspunkt gefunden zu haben (A. 15 Ende). Daß nun die Lebensumstände und andere gelehrte Beziehungen aus dem Schachte zerstreuter Anführungen mit vielem Geschicke entwickelt werden, bedarf keiner weitern Versicherung; man vergleiche nur noch, außer dem schon Angeführten, die A. 8. und 36. — Die in A. 14 erwähnte Schrift des Abraham, Sohnes des Main«., ist die im Isteu Hefte dieser Zeitschrift (S. 127) etwas näher beschriebene, welche Notiz wir jetzt durch die gütige Mittheilung des Besitzers dahin oervoll-

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