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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 398

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Jüdische Geschichte [Rezension]
Date
1835-01-01
Page
Seite 398 (sequence 22)
Language
German
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368 Recenfionen. seinem Vater, dessen Schüler er war, kn dieser Würde. Er war geboren im letzten Viertel des lOten Jahrhunderts und starb 1050; er war demnach jüngerer Zeitgenosse des Hai Gaon und stand mit ihm in vielfacher Verbindung. Wenn er nun diesem an persönlichem Einflüße nicht im Entferntesten gleichzustellen ist, so übertraf er ihn weit in der Ausgedehntheit und der Gediegenheit lktterärischer Leistungen, die uns zwar nicht selbst vorliegen, die aber in die Werke einer bald auf ihn folgenden Zeit übergicngen und nachhaltige Wirkung auf sie übten. Da nun alle seine Werke theils ganz verloren sind, theils in unzugänglichen Bibliotheken aufbewahrt werven, so bedurfte es wieder der scharfsinnigen Erm'rung aus allen spätem Denkmalen der jüd. Lktteratur, um sie zusammenzustellen, und Dies leistet R. wieder mit seiner kunstgeubten Hand. Aus den Ueberresten aber, die uns spätere Schriftsteller aufbewahren, ergiebt sich sein bedeutsamer wissenschaftlicher Charakter. Er hatte den Pentateuch erklärt, und zwar in einer Weise, die uns vollkommen an Samuel den Meir erinnert, die eben so fern von philosophischer Unterschiebung als von gewaltsamer agadischer Ausdeutung ist, kn jener einfach-nüchternen Art, die den Geist der Bibel ganz aus sich sprechen läßt. Dies wird durch die verdienstliche Zusammenstellung der, vorzüglich in Bechak ben Ascher's Pentateuchcomm., erhaltenen Bruchstücke, die R. in einem besondern Anhänge (S 34—55) unternimmt und mit schätzbaren Erläuterungen begleitet, ganz besonders klar. Daher zeigt sich auch zuweilen eine sehr merkwürdige Uebereinstimmung beider Genannten, vergl. z. B. zu 2. M- 3, 22 und 11, 2. Jedock zeigt sich bei ihm mehr ein systematisches Streben vorherrschend, das, bei Gelegenheit der Stellenerklarung, unter eine Kategorie fallende Dinge zusammenstellt, vergl. z. B. zu 1. M 29, 19- 50, 10. 2. M. 14, 31 u. 32, 18; daher auch gelegentliche Anknüpfung von gesetzlichen Bestimmungen, vergl. zu 2 M. 29, 40. 5 M. 18, 3. und, was ganz besonders zu beachten ist, ein Aufstellen von Glaubenspuncten zu 2 M. 14, 31. Diese hier mit Stellen aus der Schrift, in denen das Wort j'OKN vorkommt, belegten

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