Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- Jüdische Geschichte [Rezension]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 397 (sequence 21)
- Language
- German
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Rap.'s Biographien. Kalir. Chananel. 397 Codex wiedergefundenen Pint , was ich der Mittheilung desselben verdanke. Die Zurückführung niedrer Gebete auf die Essäer in A. 20, ist gewiß sehr zu bezweifeln, noch weit mehr die Erklärung des in derselben A., indem dieses dem Ilten Spruche im Schmoneh Esreh entsprechen soll. Zum Nachtrage der A. 17 wäre in Bezug auf Chananel noch zu vergleichen Jakob ben Ascher Codex Th. H. Absch. 194, ferner Tos. Khetuboth 22 l>. mit Scheeltoth des Achai Cap. 96 Ende, Tos. Joma 19 b. und Aruch unt. mit Scheeltoth des Achai Cap. 143. Zum Nachtrage der A. 33. wollen wir nur kurz unsre Meinung angeben, deren Begründung hier zu weit führen würde, daß niemals die spätere Zeit mehre Sprüche zusammengezogen hat— was auch ganz wider ihren Charakter wäre, — daß vielmehr einzelne Stücke in schon bestehende Segensprüche em-- gefügt wurden, was heißt, und sich erst später der jetzt bei uns 15te Spruch als ein besondrer von dem 14ten, dem er zuvor eingeschaltet war, ablöste, was aber die Palästinenser nicht thaten. Dieser 15te Segensprnch ist demnach der jetzt in unserm Schmoneh Esreh überzählige, nicht der 12te, wie man bis jetzt nach Berachoth 28 d. geglaubt hat. Dieses Resultat ergicbt sich aus genauer Vergleichung der angeführten Stellen mit Hinzufügung von j, Berachoth Absch. IV, Midrasch Bammidbar rabbah «. 18 Ende (welche letztere Stelle, uns vom Verf. in andrer Absicht nachgeiviesen wurde) wo sowohl die richtige Ansicht der spätem Hinzufügung des 15ten als auch die irrige der Eknschiebung des 12ten Spruches sich vereint finden. So bedeutend die Persönlichkeit und der wissenschaftliche Einfluß Ch ananel's ben Chuschiel ist, so meisterhaft ist auch die Darstellung, die uns übxr ihn vom Verf. geliefert wird. Chananel, Sohn jenes Chuschiel, der mit drei andern italienischen Gelehrten von Bari aus eine Reise zu milden Zwecken unternehmen wollte, und, von einem arabischen Seeräuber gefangen, üach Kairoan in Afrika verkauft, dort losgekauft und zum geistlichen Haupte (Oj-H) eingesetzt wurde, folgte 27