Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- Jüdische Geschichte [Rezension]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 395 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2929020-2929021-2929025-2929528--0512-2929712- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Rap.'s Biographien. Kalir. 895 einseitig sein muß, blos aus jenen geschöpft werden kann, was dann auch in den Anm. 8. 9. 10. 12. 21 und 32 geschieht. Vielleicht hätte sich noch einiges Nähere über seine religiös-philosophische Ansicht, wobei freilich seine Stellung als Synagogendichter in Erwägung zu ziehen gewesen wäre, aus ihnen bcibringen lassen. — Aber er wird dem Vfr., und mit vollem Rechte, der Mittelpunkt, an den sich das ganze jüdische Gebetswesen anschließt, und dieser Betrachtungsweise verdanken wir die vortrefflichen Bemerkungen über die Ausbildung der bestehenden Liturgie und deren Verschiedenheiten in A. 20. 24. 25 und 33. Er war ferner in seiner Eigenthümlichkeit als Italiener zu betrachten, und den Einfluß derselben, die der des Deutschen damals in Vielem ähnlich war, weiset nach in Bezug auf die Grammatik A. 8, auf Orthographie A. 9 u. 15, auf die Aussprache A. 10. Aber besonders bedeutsam werden diese Bemerkungen, wenn wir sehn, wie sie zu einem wichtigen geschichtlichen Resultate führen, das bis jetzt unenthüllt lag. Nämlich diese die Italiener (und Deutschen) von den Spaniern scheidenden Eigenheiten waren denselben mit den früher«Palästinensern im Gegensätze zu den Babyloniern gemein, welche letzteren ganz die Weise der Spanier hatten, was a. d. aa. OO. nachgewiesen wird, und hieraus folgt dann weiter, daß, während anderswohin blos die Lehre der babylonischen Geynim drang, Italien doch noch in Verbindung geblieben war mit Palästina, aber ziemlich abgctrennt, und daher auch unbekannt, auch nach palästinischer Weise die talmudische Wissenschaft pflegte. Dieses neu gefundne Verhältniß der Juden in Italien dient ganz besonders, viele Dunkelheiten in der Geschichte aufzuhellen, H M