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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 394

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Jüdische Geschichte [Rezension]
Date
1835-01-01
Page
Seite 394 (sequence 18)
Language
German
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394 Recenstonen. A. b ff.) folgen — zum Gememgute der betenden Gemeinde zu Machen; und dennoch ward es so! Hatte er nämlich als Vorbeter (A. 24) diese Gedichte, bald betend, bald predigend, beim öffentlichen Gottesdienste vorgelesen, und waren ihm bald darauf mehre andre vorbetenve Geistliche (A. 25) mit weit geringerem Geschicke gefolgt: so wurden später, als die Gemeinden beim öffentlichen Gebete immer größere Selbstthätigkeit errangen und nicht mehr blos still zuhörten, sondern selbst laut beteten, alle diese Gedichte von allen Einzelnen recitirt, und das Hersagen der unverständlichsten Formeln, zu deren Verständnisse nicht blos Kenntniß des Hebräischen und der Agata gehörte, sondern auch noch die Bekanntschaft mit den Formen, deren sich diese Paitanim (Poeten) schuldig machten,— das Necitkren der unerbaulichsten Gebete, in denen gesetzliche Belehrungen und legenden- und mythenhafte Sagen aneinander gereiht waren, — der für sie unpassendsten Ausdrücke, da viele Stücke einzig und allein für den Vor? beter bestimmt waren, wurde nun Sitte in der Synagoge; und welche traurige Gestalt diese dadurch erhielt, wie alles Leben und alle Andacht aus dem Gottesdienste hierdurch geschwunden ist, wollen wir hier nicht ausführen. So ist nun Kalir der zum Theile schuldige, zum Theile unschuldige Urheber des Piutim-Mißbrauches, und als solcher vermag er wohl unsere Aufmerksamkeit zu fesseln. Und diese wird auch gewiß durch die gründliche und scharfsinnige Behandlung, die der Vfr. ihm zu Theile werden läßt, in vollem Maße erhalten. Außer den Festgebeten besitzen wir kein schriftstellerisches Product von ihm, so Paß sein wissenschaftlicher Standpunkt, der überhaupt bei ejnerr! Manne, dxr ry'n ehr?M Zweige stbte,

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