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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 392

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Jüdische Geschichte [Rezension]
Date
1835-01-01
Page
Seite 392 (sequence 16)
Language
German
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392 Recensionen. neuen selbstgefertigten Festdichtungen, was wenigstens von Saadias und Hai sicher ist. Deßgleichen waren auch die chaldäischen Gebetstücke, die allgemein verständlich sein sollten, ein Erzeugniß dieser Zeit, so wie das Kadr disch, das in dieser Ausdehnung gewiß zur Zeit der Ger nara nicht bekannt war, und von welchem die einzig verkommende Formel: sein großer Name sei gelobt, wohl blos nach einer allen verständlichen Draschah als Schluß zum Lobe Gottes in chalväischer Sprache gebetet wurde (Sotah,.49 a), während auch sie sonst in hebräischer Sprache lautete (Brachoth 3 a, woselbst vergl. Tos., und 21 k>), die eingeschobne chaloäische Ueberfetzung der s. g. Keduschah am Schluffe des Morgengebetes, ferner das Gebet für das Oberhaupt des Eriles und die Gelehrten Babylons 21p'), bas sonderbarer Weise noch jetzt als Gebetstück gilt. Die Freiheit der Hinzusügung nun, die sich einzelne Geonim in einzelnen wenigen, aber klaren Festgedichten nahmen, die sie jedoch, wie es scheint, nicht an bestimmte Orte einreihten, sondern blos als Dichtungen für das Fest, zur Privaterbauung, verbreitet sehen wollten, blieb nicht ohne Nachahmung, was um so leichter geschehen konnte, da der geistliche Führer, der Rabbiner, noch immer den ganzen Gottesdienst leitete, meist selbst Vorbeter war und so nach Belieben bei dem stillen Zuhören des Volkes eigne Erzeugnisse einschalten konnte. — Solche Einschaltungen wären nun freilich ganz an ihrem Orte gedes Buches II. d. Wd. L-1 überhaupt zeigt sich besonders Amram als ein großer, wenn auch befangener, Versicherer der Liturgie (vgl. z. B. seine Habdalahceremonien und Gebete bei Z. b. A. Th,r. 8-2V8 und 2S9).

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