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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 390

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Jüdische Geschichte [Rezension]
Date
1835-01-01
Page
Seite 390 (sequence 14)
Language
German
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399 Recensionen. Erguß des augenblicklichen individuellen Gefühls, hinzufügen konnte. Aber in der Mitte des zweiten Tempels, als der innere Zusammenhang des Mosaismus durch neue Verhältnisse entschwand, neue Ideen im Umlauf kamen, die ins Leben des Volkes eindrangen und mit dem alten Glauben zusammenschmolzen, als namentlich Gekchrtenschulen entstanden, die den Bindefaden zwischen Vergangenheit und Gegenwart in ihrer Hand zu halten bemüht waren, da erwachte auch manches neue Bedürfnis;, dessen Befriedigung nun mit in die Religionsübung ausgenommen wurde. So ergab sich denn auch die Nothwendigkeit einer gemeinschaftlichen geistiger» Gottesverehrung, als der Opfercultus darbot, und Ln den Gelehrtenschulen zuerst kamen nun einzelne Formeln, von berühmten Lehrern herrührenv, in Aufnahme; in den Tempel selbst drangen diese niemals, aber die zuerst dem Studium gewidmeten Häuser, 'ID , die blos von den Gelehrten besucht wurden, dann auch Sammelhäuser, Synagogen, '!D, wurden der Andacht zu bestimmten Zeiten geweiht. In den letztem nahm auch das Volk daran Theil, aber blos als stille Zuhörer, die den Worten eines Vorbeters lauschten, im Geiste nachbeteten und nur am Schlüsse dieselben mit einem Amen begleiteten; der Vorbeter, der, der ursprünglichen Einrichtung gemäß, wo er im Lehrhause vor den Schrank trat, in welchem die Rollen des heiligen den Studien zu Grunde liegenden Gesetzbuches lagen, der von den Schrank Tretende NI'lTIslhieß und der selbst ein Gelehrter war, betete wohl auch die in Ansehn stehenden Gebete, folgte häufig jedoch dem eignen innern Drange, und er war in vollem Sinne der völlige Leiter des ganzen Gottesdienstes. Mit der Zerstörung des Tempels, womit der alte Gottesdienst

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