Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 371 (sequence 5)
- Language
- German
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DieOffenbar., n.d.Lehrbeg. d.Synag., v. Steinheim. 371 men. Auch verfleug hier eben so wenig ein schonungsvoller Kampf, damit Der oder Jener, diese oder jene hohe Autorität nicht verletzt werde. Wer den Wald umbauen will, der darf der Bäume nicht schonen. Das Schiboleth als ein ursprüngliches, und für alle Ewigkeiten gütiges darzustellen, war es nöthig, daß die Untersuchung über die göttlichen Dinge von da ausginge, wo die Täuschung und der Betrug seinen ersten Ursprung nahm. Es strömen zwei Quellen der Erkenntniß durch die Menschengeschichte, die weit von einander entfernt entsprin» gen, im Laufe der Zeiten sich einander näherten, und endlich sich vermischten. Die eine hat ihren Ursprung im Menschen selber, und ist ihm angeschaffen und eingeboren, in Sinnlichkeit, Verstand und Vernunft; die zweite ist jene Mittheilung, jene Aufklärung über einige, für unser humanes Leben wichtige Fragepunkte, über welche die erste entweder keine Auskunft giebt, und geben will, oder, im Falle sie eine solche gäbe, sich in die offenbarsten gröbsten Widersprüche verwickelt. Die bekannte Einwendung, daß hier vorausgesetzt werde, was erst zu beweisen ist, wird eben im Werke selbst widerlegt, indem gezeigt-wird: 1) Wie sich die Lehre von den göttlichen Dingen, als da sind: Gott, Seele, Freiheit, Unsterblichkeit in der menschlichen Erkenntnißweise ausgebildet und gestaltet haben, und zwar s) als Mythos in religiöser Einkleidung und d) als Phi losophem, als wahres und schlichtes Denkergebm'ß. 2) Wie sich sowohl der Mythos, das Heidenthum, als Philosophem zu erkennen zieht, als auch umgekehrt das Philosophen: in einen Mythos übersetzen läßt, ohne daß im Einen oder dem Andern etwas Wesentliches verändert zu werden braucht, d.h. wie. Beides im Grunde. Einerlei, nämlich