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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 370

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1835-01-01
Page
Seite 370 (sequence 4)
Language
German
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370 Recenstonen. gewöhnlichen Principesder Trägheit, jenes schlechten allbekannten Argos Logos, einer leichtfertigen Seelenfaullenzerei. Dem Redlichen und Klugen ist mit dieser windigen Speise nicht geholfen. Der kann sich nicht dabei beruhigen, erst zu thun, und hinterher zu erfahren, ob das aus Gott sei, was er gethan: er will, ehe er beginnt, wissen, was er vorhabe, und kann mit Recht als Verantwortlicher Mensch ein Gesetz fordern, das ihm im Vorwege die Richtung bestimmt. Es soll ein unverkennbares, jedem denkenden Wesen einleuchtendes, für alle Zeiten gütiges, deutliches, faßliches, bestimmtes Merkmal der Offenbarung nachgewiesen werden. Vermittelst desselben soll jeder fähig sein, irgend eine Afteroffenbarung von der wahren mit der größtmöglichen Evidenz zu unterscheiden. Ein Schiboleth, d. i., ein Erkennungsmittel soll ausgesprochen werden, das wie der Probirstcin das Kupfer vom Golde, so das Heidenthum und Philosophem von der echten Offenbarung unterscheiden lehrt, und noch dazu dient, aus der echten Offenbarung jede Beimischung, jeden Zusatz schlechten Metalls alsbald auszuscheiden. Wenn nun auch die Auffassung des Schiboleth selbst dem gewöhnlichen unverdorbenen Menschenverstände ein Leichtes ist, sobald es in deutlichen Worten mitgetheilt wird: so ließ sich doch begreiflich der polemische Theil nicht in der Art populär abfaffen, daß er ohne ein ernsteres Studium auch Demjenigen verständlich werde, der sich mit abstrakten Forschungen in diesem Gebiete, oder überall, nicht befaßt hat. Hier galt es durch eine Phalanx dichtgeschlossener Argumentationen mors matllemaiieo durchzubrechen; und da hilft kein Fechten mit Strohhal-

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