Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- Der Kampf christlicher Theologen gegen die bürgerliche Gleichstellung der Juden
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 343 (sequence 4)
- Language
- German
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gegen d. bürgerkche Gleichstellung bet Jüd'eni Z4H Schriftwidrigkeit versteckt eingeschobett tvird — protestitest und ankämpfen müsse. Freilich sieht man selbst in dem Entwürfe eines neuen Symbols, in den Grund- M GlM denslehren des O. Röhr, in der zweiten Aussage den nochwendigen Glauben an den „Heiland" auftauchen; dieser wird aber so lange gezwängt und eingeengt, bis doch nur der schmale Gedanken übrig bleibt, daß Jesus zuerst (?) freiere und rein sittliche Ansichten gelehrt habe. Die Lehre aber, wie sie in der heutigen Kirche herrscht, wie sie von den meisten Kathedern erschallt, wie sie von allen KaM zeln verkündet wird, wird übersehtt, weil sie voN einigen Kathedern herab verworfen wird. Wir sagen es nochmals: wir tadeln dieses Verfahren an sich nicht, weil, wenN Wahrheit in der Behauptung ist, es nicht auf die Zahl der Jahrhunderte und nicht auf die Zahl der jetzigen Bekenner ankömmt. Aber während man im eignen Glauben sich auf einen so hohen Standpunkt versetzt, von welchem aus, alle einzelnen Erscheinungen in der Geschichte in völlige Unbedeutendheit versinken, geht Man bei der Betrachtung des Juden« thums ganz tief herab, folgt man allen unscheinbaren, unzugänglichen Winkeln, eben weil man — Koth finden will. Da muß nun zuerst unsre Bibel Stoff zum Tadel bieten: Für sich selbst finden sie Nichts an ihr zu tadeln, obgleich sie einen Theil ihrer heiligen Schriften bildet, weil sie — etwa öffentlich sich von ihr losgesagt haben? O, Nein, ini Gegentheile ist sie noch immer die Quelle aller Dogmatiken; aber — weil sie einzelne Befehle, welche sich jetzt nicht mit der Höhe sittlicher und allgemein - Menschlicher Ideen vereinigen zu lassest Mistest, als der Zeit angehörig betrachten, weil sie, ebenfalls sehr natürlich, auch unstatthafte