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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 338

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Grundlehren des israelitischen Glaubens
Date
1835-01-01
Page
Seite 338 (sequence 12)
Language
German
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338 UI. Grünblehrm deS israelitischen Glaubens. §. 11. Es geht aus dem bisher Gesagten hervor, daß keine bloß speculative Wahrheit, sie möge ein Ausspruch der reinen Vernunft oder eine geoffenbarte. Belehrung sein, uns als oberstes Prinzip zur Begründung eines israelitischen Glaubenssystems dienen kann, weil überhaupt auch eine Pflicht nur aus einer andern Pflicht hergeleitet werden kann, eine Belehrung aber keine Pflicht implizirt. Wir haben daher nur aus den Verpflichtungen, welche das mosaische Gesetz den Israeliten auserlegt, die Grundbedingungen des israelitischen Glaubens und die mit den» selben zusammenhängenden Glaubenssätze zu beweisen. Aus den Pflichten des Israeliten muß es sich Herausstellen, welche Überzeugungen in dem Geiste des Israeliten leben müssen, »penn ihre Erfüllung möglich und als religiöse Handlung zu betrachten sein soll, so daß dadurch das Glauben nicht eine eigentliche religiöse Obliegenheit, sondern ein Seelenzustand wird, den das religiöse Leben des Israeliten als nothwenvig voraussetzt. Dieses Verfahren scheint zwar die Schwierigkeit der Untersuchung nicht zu heben, sondern sie auf ein anderes Feld zu bringen. Es scheint nämlich, daß nun unter den, mosaischen Pflichten selbst eine Unterscheidung zu machen sey und die wesentlichen Gebote von den unwesentlichen zu trennen seyen. Einer solchen Unterscheidung wollen wir uns indessen weislich enthalten, denn sobald man die mosaische Gesetzgebung als den unmittelbaren Ausdruck des göttlichen Willens verehrt, kann nichts dazu berechtigen, irgend einen der göttlichen Befehle für minder wichtig und dringend zu erklären, wenn auch der Jsraelite bei jedem einzelnen Gebot sich fragen dürfte, ob es bei den localen

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