Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- Grundlehren des israelitischen Glaubens
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 337 (sequence 11)
- Language
- German
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ln. Gründlehren des israelitischen Glaubens, 337 Sätze die Grundlehren ves israelitischen Glaubens bilden würden, die andern Belehrungen hingegen füglich als minder wichtig gelten dürften. Es wäre demnach hier vor Allem auszumitteln, ob das mosaische Gesetz wirklich Glaubenspflichten in diesem Sinne enthalte. ' Maimonü ves in der Aufzählung der einzelnen Gesetze zählt deren drei, zwei Gebote und ein Verbot. 1) Das Dasein eines Urhebers aller Dinge anzuerkennen. Ich bin der Herr, dein Gott (Erov. 20, 20, 2) Die Einheit Gottes zu glauben. Höre Israel u s. w. (Deuteron, (j, 4.). 3) Nicht dem Gedanken Raum zu geben, daß mehr als ein Gott sei. Du sollst nicht andre Göt ter haben (Erod. 20, 2). Man sieht hier beim ersten Anblick, daß die Beweisstellen des Maimom'oes nichts beweisen. Die Stelle Ich bin der Herr, dein Gott, mit welcher der Decalog^ beginnt, ist nicht ein Gebot, sondern eine Belehrung. Der Talmud betrachtet zwar diese Worte als die erste der zehn Offenbarungen am Berge Sinai; aber für den Talmud sind diese zehn Offenbarungen nicht zehn Gebote, da nach ihm die zweite allein aus drei Geboten besteht, sondern zehn Lehren überhaupt. Das Verbot: Du sollst nicht fremde Götter haben, scheint nicht die Annahme, sondern die' Anbetung fremder Gottheiten zu untersagen. Die Stelle: höre Israel endlich fordert uns nicht auf, die Einheit Gottes zu glauben, sondern auf diese Wahrheit unsre Aufmerksamkeit zu richten, wenn man sie doch für ein eigentliches Gebot und nicht, für eine bloße. Belehrung halten.,