Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- Grundlehren des israelitischen Glaubens
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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!II. Grplndlehren des Israelitischen Glaubens. 33Z chen Vorsteher aller israelitischen Gemeinden erhielte. Es läßt sich hier weiter nichts thun, als wissenschaftlich die Sätze bestimmen, welche das vollkommne religiöse Lebey des Israeliten bedingen und unter diesen dann diejenigen als Grundbedingungen herausheben, welche die eigentlichen Merkmale des Begriffes sind, den wir mit dem Namen Israel ite verbinden. Die daraus sich ergebende Zusammenstellung der wesentlichen Glaubenssätze und der Grundbedingungen hat aber dann nicht eine kirchliche, sondern blos eine wissenschaftliche Gültigkeit, daher nur für diejenigen, welchen die wissenschaftliche Deduktion einleuchtet. In Glaubenssachcn hat die israelitischeNelrgion nichts allgemein Gültiges, als die heilige Schrift, aus welcher jeder Jsraelite, als aus der alleinigen Quelle des dem Israeliten eigcmhümlichen Glaubens, zu schöpfen berechtigt ist, und ein noch so wohl begründetes systematisches Lehrgebäude kann hier eben so wenig eine allgemein verbindende Norm des Glaubens abgeben, als Traditionen oder Synodalbeschlüffe. s- 9- Da aber eine wissenschaftliche Deduktion nichts Anderes ist, als die Herleitung bestimmter Wahrheiten aus Prinzipien, die man als anerkannt voraussetzt, so entsteht hier die Frage, von welcher Art die Grundprinzipien sein können, ans welchen hergeleitet werden müssewelche Belehrungen der h. S. als wesentliche Glaubenspunkte und welche als Grundbedingungen des israelitischen Lebens zu betrachten seien. Diese Prinzipien können nicht allgemeine Aussprüche der Vernunft sein, die nicht aus der h. S. geschöpft sind; Senn aus solchen Wahrheiten läßt sich 23?