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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 333

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Grundlehren des israelitischen Glaubens
Date
1835-01-01
Page
Seite 333 (sequence 7)
Language
German
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III. Grundlehren deS israelitischen Glaubens» 33) der Bibel scheinbar widersprechen.- Wäre die Kenntniß aller Sätze, die sich aus den heiligen Büchern herleiten lassen, von gleicher Wichtigkeit, wie hätte es den ältern Pharisäern je in den Sinn kommen können, Bücher wie Ezechiel und Kvheleth bei Seite schaffen zu wollen (Sabbat!) 13 b)? Wie unvollkommen hätte die religiöse Be» lehrung aller Israeliten bleiben müssenzu deren Zeit die Prophetenbücher und die Hagiographa noch Nicht geschrieben waren? In der That haben die Talmudisten nie eine umfassende Kenntniß aller Lehrsätze der Religion zu einer Bedingung des Heils gemacht, und sie dringen mehr auf das Forschen, als auf das wirkliche Wissen» Es liegr dir nicht ob, das Werk zu Ende zu bringen, es ist dir aber auch nicht gestattetes zu vernachlässigen (Aboth H. 16.). §. 7- . Da nun einerseits die Vollkommenheit des israelitischen Lebens die Anerkennung gewisser Glaubenssätze voraussetzt, andrerseits aber viele Sätze in der Religivnslehre enthalten sind, die, unbeschadetder religiösen Vollkommenheit, dem Jsräelitrn unbekannt oder ein Gegenstand des Zweifels bleiben können, so entsteht natürlich die Frage, welche Wahrheiten der ersten und welche der zweiten Art seyen. Eine Frage, welche besonders beim Jugendunterricht und bei der Abfassung systematischer Lehrbücher der mosaischen Religion von der höchsten Wichtigkeit ist» Dieser Frage schließt sich dann die zweite anwelche Wahrheiten der erstenArt zugleich Grundbedingungen des israelitischen Lebens sindso daß jeder, der sie nicht anerkenntdadurch aufhörtder israelitischen Glaü- 23

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